Freitag, 22.11.2019

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Mit Leihrad allen davon: Spalter holt den Sieg im Downhill

Simon Maurer gewinnt das Treuchtlinger Enduro-Rennen auf schmierigem Terrain - 22.10.2019 16:27 Uhr

Downhill-Spezialist Simon Maurer gewann sein erstes Enduro-Rennen. © privat


Zum achten Mal veranstaltete der RC Germania Weißenburg das Event, das im Treuchtlinger Mountainbike-Park Heumöderntal ausgetragen wurde.

Auch wenn Maurer praktisch Mountainbike-Profi ist – selbstverständlich war dieser Sieg nicht. Denn der Spalter ist eigentlich auf deutlich schnellere, mental fordernde und technisch erheblich anspruchsvollere Downhill-Wettbewerbe spezialisiert. Bei einem Enduro-Rennen werden von den Fahrern ganz andere Fertigkeiten verlangt. "Das ist von den Strecken her viel, viel langsamer und enger. Man muss mehr treten und es ist einfach technisch nicht so anspruchsvoll, finde ich." Unterm Strich "ist es einfach ein ganz anderes Fahren", erklärt der 19-Jährige. Dass er am vergangenen Wochenende überhaupt auf einem funktionierenden Rad sitzen konnte, verdankte er Marco Herb. Der Inhaber des Rother Radladens Herobikes, der ebenfalls am Wettkampf teilnahm und 36. wurde, hatte Maurer kurzfristig mit einem Mountainbike ausgeholfen, weil dessen eigenes Enduro-Bike defekt war.

Sicher war schneller

Darüber hinaus waren auch die äußeren Bedingungen alles andere als einfach. Während es am Samstag beim Training – bis auf die erste Stage durften alle anderen Passagen vorab geprobt werden – regnete und die Strecken damit sehr schmierig waren, blieb das Nass von oben am Sonntag zwar aus – richtig trocken wurde der Parcours trotzdem nicht.

Im Vordergrund stand für Maurer deshalb eine sturzfreie, besser etwas langsamere Fahrt. "Ich habe mir gesagt, ich fahr‘ lieber etwas verhaltener als zu aggressiv, weil sonst liegt man zu schnell. Und das kostet viel Zeit." Doch die Sorgen waren unbegründet, es lief von Anfang an gut. Der 19-Jährige war seiner Konkurrenz bei fast jeder der insgesamt sechs Wertungsprüfungen, den so genannten Stages, mindestens eine Nasenlänge voraus.

Bis auf die dritte Stage ("da hatte ich zwei Steher drin") jagte er alle anderen fünf Wertungspassagen am schnellsten hinunter. Am Ende hatte er in der Addition der Teilzeiten 23 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten und damit den Tagessieg sicher. "Es war ein super Wochenende und hat mega Spaß gemacht", lautet sein Fazit.

Auch der Spalter Mountainbike-Verein Radsport Hügelland, in dessen Trikot Simon Maurer die ersten Wettkampferfahrungen als Mountainbiker gesammelt hatte, feierte einige Spitzenplatzierungen: Ilona Halk wurde im Hauptrennen der Frauen Zweite. In der U17-Klasse schaffte Mike Schmickl sogar den Sprung nach ganz oben aufs Podest.

ANDREAS REGLER E-Mail

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