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Klarer Fokus in Heideck: Runter mit den Schulden

Stadtrat setzt im Haushalt 2019 trotz zahlreicher Projekte auf Sparkurs. - 15.05.2019 06:30 Uhr

2,5 Millionen Euro flossen in die Sanierung des Heidecker Freibads. Das relativiert den Schuldenstand der Kommune, meint Bürgermeister Ralf Beyer. © Foto: C. Albrecht


Ziel sei es gewesen, 2019 in puncto Schulden nicht schlechter da zu stehen als 2014, als der damals neue Stadtrat und er als neu gewählter Bürgermeister die Arbeit aufgenommen hätten, erklärte Bürgermeister Ralf Beyer bei einem Pressegespräch. Dieses Ziel sei erreicht worden. "Wenn man bedenkt, dass wir 2,5 Millionen Euro in die Sanierung des Freibades gesteckt haben, relativieren sich die Schulden." Beyers Fazit: "Trotz des Schuldenstandes haben wir gut gearbeitet". Natürlich sei der Stadt dabei die gute konjunkturelle Lage der vergangenen Jahre entgegen gekommen.

Steuern sprudeln mehr als im Vorjahr

Auch 2019 sei die Einkommensteuerbeteiligung die größte Einnahmequelle. Von den Gesamtsteuereinnahmen in Höhe von rund 4,73 Millionen Euro mache allein der Einkommensteueranteil 2,82 Millionen Euro aus, betonte Kämmerer Roland Hueber. Damit würden heuer knapp 150.000 Euro mehr erwartet als im Vorjahr. Auf Platz zwei der Haupteinnahmen folge mit knapp 1,4 Millionen Euro die Schlüsselzuweisung. Eine Einnahmequelle, deren Höhe sich auf zwei Haushaltsjahre vorher bezieht und damit auf ein in Heideck steuerschwaches 2017, als Gewerbesteuer nachgezahlt werden musste.

Diese staatliche Förderung funktioniert nach dem Prinzip: Je besser die wirtschaftliche Situation einer Kommune, desto geringer die Schlüsselzulage und umgekehrt. Auf prognostizierte 920.000 Euro belaufen sich die "bereinigten" Gewerbesteuereinnahmen. Soll heißen: Vom Steueraufkommen in Höhe von 1,15 Millionen Euro sei bereits die Gewerbesteuerumlage in Höhe von 230.000 Euro abgezogen, erläuterte Kämmerer Roland Hueber. Was die Ausgaben angeht, ist die Kreisumlage mit 1,975 Euro ein dicker Brocken, den die Stadt Heideck stemmen muss. Der Schuldenstand werde, so Hueber, zum Jahresende 5,8 Millionen Euro betragen – vorausgesetzt, es gelinge, wie geplant, 280.000 Euro zu tilgen. Daraus errechne sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1249 Euro. 2019 sei keine Kreditaufnahme vorgesehen, sagte Hueber.

Eine Million für Tiefbau

Für dieses Jahr hat der städtische "Finanzminister" Investitionen in Höhe von 3,15 Millionen Euro eingeplant. Davon fließen gut eine Million Euro in den Tiefbau. Dazu zählen unter anderem 500.000 Euro in die Sanierung des so genannten Grassibaus an der Grundschule. Und auch für Restarbeiten am Freibad müssen noch 137.000 Euro aufgebracht werden.

  

HARRY RÖDEL E-Mail

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