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Sonntag, 18.08.2019

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In Roth und Hilpoltstein: 140 Jahre Einsatz für uns alle

Vier THW-Helfer erhielten neben Lob und Ehre eine staatliche Auszeichnung. - 18.07.2019 19:00 Uhr

Auf dem Foto sind (v.l.): 2. Bürgermeisterin Ulla Dietzel, Manfred Loy (Ortsbeauftragter THW-Roth), Peter Wunschel, Karl Goller, Thomas Spitzbart, Landrat Herbert Eckstein, Maximilian Rupp und Alexander Regensburger (Ortsbeauftragter THW-Hilpoltstein). © Rudolf Heubusch


Landrat Herbert Eckstein erläuterte, dass es diese staatliche Ehrung seit April 2013 für alle ehrenamtlichen Hilfsorganisationen in Bayern gebe. Sie sei gleichzusetzen mit dem staatlichen Ehrenzeichen der Feuerwehren. Eckstein betonte in seiner Laudatio, dass hier "Menschen, die anderen helfen" im Mittelpunkt stünden.

Und zwar nicht nur Männer: So zeigte sich der Landrat erfreut darüber, dass in den beiden THW-Ortsverbänden gut zehn Prozent Frauen aktiv seien – in Hilpoltstein wären von 70 Mitgliedern sieben Frauen und in Roth sechs von 50 Mitgliedern.

Helfen als Privileg

Eckstein forderte, dass sich der Staat besser dafür einsetzen sollte, die Jugend zur Mitarbeit in einer Hilfsorganisation zu bewegen. Noch dazu, weil sich eine solche Tätigkeit auch positiv auf andere Berufe auswirken würde. Helfen zu können und helfen zu wollen sei ein Privileg, das nur wenige beherrschen. Eckstein dankte allen Anwesenden, für ihr Engagement.

Und auch wenn Karl Goller eher einer sei, der nicht öffentlich geehrt werden wolle, freue es ihn doch ganz besonders, ihm als Erstem im Landkreis Roth das Ehrenzeichen für 50 Jahre anstecken zu dürfen, schloss Eckstein seine Ausführungen.

Die 2. Bürgermeisterin von Hilpoltstein, Ulla Dietzel, betonte in ihrem Grußwort, dass das Technische Hilfswerk eine der wesentlichen Institutionen in Hilpoltstein und dem Landkreis Roth sei. Ein besonderes Augenmerk werde der Jugend, die außergewöhnlich gut ausgebildet sei, gewidmet.

Nicht die erste Ehrung

Für 25-jährigen aktiven Dienst im THW wurde Thomas Spitzbart ausgezeichnet. Er trat der Organisation im Januar 1994 bei. Nach seiner Grundausbildung und der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger sowie der Sprechfunkausbildung BOS und einem Lehrgang für Gasschweißen war er zunächst Fachhelfer und ab Oktober 1997 für sechs Jahre Truppführer der Bergung im Technischen Zug. Diese Position hatte Spitzbart nach einer kurzen Pause weitere sechs Jahre (von 2006 bis 2012) inne. Seither ist er – nach verschiedenen weiteren Lehrgängen – wieder als Fachhelfer der Bergung im Technischen Zug im Einsatz.

Ebenfalls für 25-jährigen aktiven Dienst beim THW, dem er im Oktober 1993 beigetreten ist, wurde Peter Wunschel, ausgezeichnet. Nach dem Abschluss seiner Grundausbildung war Wunschel ab 1998 Truppführer der 1. Bergungsgruppe. Diese leitete er von 1999 bis 2002 als Gruppenführer. Seit 2002 ist er wieder als Fachhelfer in der 1. Bergungsgruppe sowie als Atemschutzgeräteträger tätig. Neben seiner Fachausbildung ist Peter Wunschel Helfersprecher, Grundausbilder und Einsatzleiter sowie als Fahrer und Helfer bei Bereitschaftsdiensten auf den Autobahnen unterwegs. Seit 2000 hat Wunschel bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten – darunter das Helferzeichen in Gold mit Kranz sowie die Bundesflutmedaille.

Bereits im Jahr 1978 ist Maximilian Rupp dem THW beigetreten. Nach seiner Grundausbildung und der Fachausbildung zum Kraftfahrer und Atemschutzgeräteträger war Rupp von 1979 bis 1987 Helfer in der 2. Gruppe Bergungszug in Hilpoltstein. Seit 1987 ist Maximilian Rupp als Schirrmeister tätig. Das heißt, dass er für die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und Gerätschaften verantwortlich ist. Seit 2000 ist Rupp auch als stellvertretender Vorsitzender und seit 2012 als Vorsitzender der THW-Helfervereinigung für die Neuanschaffung von Gerätschaften und Fahrzeugen für den Ortsverband Hilpoltstein eingesetzt. Für seine Verdienste im THW ist Maximilian Rupp bereits mit zahlreichen Ehrungen bedacht worden.

Landrat Herbert Eckstein führte die Ehrung von Karl Goller für 50-jährige Mitgliedschaft im THW durch. Karl Goller trat dem THW 1969 bei und war von 1987 bis 1998 Gruppenführer Bergungsdienst. Außerdem ist er viele Jahre als Einsatzleiter für den Autobahndienst (Autobahneinsätze während der Ferienzeit) tätig gewesen. Seit dem Jahr 1991 – und damit bereits 28 Jahre – ist Karl Goller 1. Vorsitzender der Helfervereinigung Roth. Für seine außergewöhnlichen Leistungen ist Karl Goller bereits mit zahlreichen Urkunden und Ehrenzeichen bedacht worden. 

RUDOLF HEUBUSCH E-Mail

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