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Mittwoch, 26.06.2019

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In Bierlaune zünftig gefeiert

Stadtbrauerei Spalt feiert mit buntem Brauereifest 140-jähriges Bestehen. - 12.05.2019 15:24 Uhr

Es darf gelacht werden. Beim Brauereifest zum 140-jährigen Bestehen dieser traditionsreichen Einrichtung, wurde mit vielen Gästen ausgelassen gefeiert. Selbstverständlich mit Gezapften aus dem Spalter Brauhahn. © Foto: Jürgen Leykamm


Drei Tage lang kannte die Stimmung in der Hopfen- und Bierstadt keine Grenze. Von den Lachsalven zum "Spalter Bockl 4.0" der Sommernachtsspieler, über gemütliche Besuche im CraftBierDorf bis hin zu mitreißender Live-Musik war richtig viel geboten.

Tag eins stand dabei ganz im Zeichen der immer gern gesehenen Laienspieltruppe, die auf ebenso hohem wie witzigen Niveau Lokalkolorit kabarettistisch zum Besten gab.

Wer mit dem Bockl-Zug nach Spalt anreisen will, hat es schwer. "Wir haben keine Gleise mehr; drum fahren wir im Kreisverkehr", reimte die Gruppe in der historischen Fasswichs unter dem Motto "Bockl 4.0" munter drauf los. Bevor sie eifrig darüber sinniert, was wohl in dessen Mitte stehen soll: Ein Bierstand? Das wäre das Naheliegendste.

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Ausgelassene Stimmung beim Brauereifest in Spalt

Das Brauereifest in Spalt lockt jedes Jahr viel Publikum in die Hopfen- und Bierstadt. Heuer wurde zusätzlich noch das 140-jährige Bestehen der Einrichtung gefeiert. Drei Tage lang ging es in der Braustätte hoch her.


Doch auch Windrad, Mautstelle, Raucherglocke und sogar "ein goldener Udo" sind im Gespräch, bevor in der "Metzgerei Hopfensack" vegane Umtriebe unter die Zugräder kommen. "Eingefleischte Veganer" dürfen ja nur "Fruchtfleisch" essen, witzelten die Betreiber. Und außerdem könne man ja auch "ohne Wurstgenuss wie eine Biotonne aussehen."

Auf der Bühne wurde darüber philosophiert, ob Kinder von Veganern "Sprösslinge" heißen und man fragt sich, warum deren Eltern auch mal "etwas wurscht" ist. Und ob sie an Geburtstagen "die Sau rauslassen" und zu besonderen Anlässen auch mal das "Sparschwein schlachten."

Aber vielleicht genüge laut den Sommernachtsspielern ja zum Einstieg, auf Blutorangen und Leitungswasser zu verzichten – denn das kommt ja "aus dem Hahn".

Aus dem Zapfhahn hingegen flossen am Fest zahlreiche Craftbiere; natürlich auch jene aus dem Spalter Haus. Dessen "Paradepferde" durften in personifizierter Form schon beim "Bockl 4.0" nicht fehlen. Ein Blick ins Portfolio der Brauerei eröffnet dabei, welches Getränk es vielleicht gar nicht gibt: Ist es der "Ultimative Udo", der "Helle Hans" oder die "Wuchtige Wilma"?

Ob sich als neues Bier "der zackige Zottl" durchsetzen wird, blieb an Tag eins offen, der von den "Hundsgrübbln" aus Hilpoltstein musikalisch-kabarettistisch bereichert wird.

Der zweite, gesellige und fröhliche Abend kam gerade Recht für viele Clubfans als Trost und Ablenkungsmanöver für den wenige Stunden zuvor besiegelten Abstieg in die 2. Bundesliga. Die Böllerschützen aus Obererlbach lenkten lautstark und die noch amtierende Bierkönigin Elisa Meyer mit Charme vom Abstieg ab.

Zum Abschluss ihrer zweijährigen Amtszeit hämmerte sie den Zapfhahn beim Bieranstich mit zwei Schlägen gekonnt ins Fass. Aus der Zeit ihrer Regentschaft habe sie für sich "viel mitnehmen können", so die scheidende Hoheit nach satten 120 Auftritten!

Genuss satt ist im Craft-Dorf garantiert. Fetzig begleitet von "The Grandmas" aus Oberösterreich, die ruck-zuck zur Hochform aufliefen. Da schunkelte auch der "König" der Kerwabouam aus Nürnberg-Laufamholz kräftig mit. DJ Burns in der Fasswichs und die Akustik-Rocker von "Tacum" heizten ebenso die Stimmung auf.

Das konnte dann nur noch ein Ereignis toppen – die Krönung der neuen Bierkönigin. 

VON JÜRGEN LEYKAMM

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