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Sonntag, 20.10.2019

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Im Thalmässinger Bunker rattert es wieder

Vom 9. bis 11. Mai feiern die Kurzfilmtage 25. Geburtstag mit einem Best-of zum Auftakt. - 07.05.2019 16:51 Uhr

Eine Szene aus dem Kurzfilm „Ohne Euch“, der während der Jubiläums-Filmtage im Thlmässinger Bunker zu sehen ist. Regie hatten Hannah Martin und Melanie Waelde. Das Drehbuch für dieses Familiendrama aus den Jahren 2017/18 schrieb ebenfalls Hannah Martin. © Foto: Veranstalter


Doch zum Best-of holen die Veranstalter den Projektor nun noch einmal in den Veranstaltungssaal Bunker zurück: Neben elf digitalen Filmdateien haben fünf Filmemacher dem Festival ihre 35mm-Film-Kopien zur Verfügung gestellt.

Am Donnerstag, 9. Mai, blicken die Kurzfilmtage Thalmässing auf ihre Geschichte zurück und zeigen 16 Kurzfilme der vergangenen Jahre. Das Publikum kann bei freiem Eintritt das alte Kino-Gefühl aufleben lassen und Kurzfilmklassiker wie "Das Taschenorgan" von Carsten Strauch oder "Ampelmann" von Giulio Ricciarelli auf der Leinwand genießen. Für das reguläre Programm am 10. und 11. Mai stellte das zehnköpfige Team und die vier Leiter aus rund 400 Einsendungen zwei abwechslungsreiche Filmabende zusammen.

Am Freitag werden 15 Filme im Wettbewerb gezeigt, am Samstag konkurrieren zehn Kurzfilme um die Horizonte-Preise. "Von 127 Sekunden bis 15 Minuten ist alles dabei", so Seidl zum Programm, das einen Querschnitt der aktuellen europäischen Kurzfilm-Szene abbilde.

Es werden Dokumentation, Animationen und Experimental-Filme gezeigt. So zeichnet ein Film behutsam die Beziehungen einer Familie, ein anderer zieht die Zuschauer in eine rasante und laute Fantasiewelt mit menschenähnlichen Robotern. Das Programm besteht aus einem Mix aus lustigen und traurigen, nachdenklichen und spannenden Kurzfilmen.

Vielfältiges Programm

Der Film "112" von Wolfgang Purkhauser und Nils Gustenhofen schafft es innerhalb von nur sechseinhalb Minuten eine spannende Geschichte mit vielen Wendungen zu erzählen, obwohl die Kamera immer nur bei einer Protagonistin und ihrem Telefongespräch bleibt. "Für uns ist das so etwas wie die Königsdisziplin des Kurzfilms", erklärt Mitorganisator Seidl, "innerhalb kürzester Zeit zieht der Film den Zuschauer ganz ohne aufwändige Spezial-Effekte und Stunts in den Bann".

Nach Vorführungen am Samstag folgen die Preisverleihung und die drei Siegerfilme vom Freitag. Insgesamt werden fünf Preise verliehen, die mit einem Gesamtwert von 3750 Euro dotiert sind. Die Preise sehe das Team als Wertschätzung gegenüber den Filmemachern und deren Werke. "Wir als Filmlaien erkennen gar nicht, wie viel Arbeit selbst in einem Kurzfilm steckt", sagt Seidl.

Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro.hiz

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