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Donnerstag, 20.06.2019

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ICE: LKA wertet immer noch Spuren aus

Keine neuen Erkenntnisse zu dem Anschlag auf die ICE-Trasse bei Allersberg - 12.03.2019 06:00 Uhr

Polizeibeamte suchten am 31. Oktober die Bahntrasse bei Allersberg nach Spuren ab. Mehr als 100 untersucht die Kriminaltechnik nun, Ermittlungsergebnisse gibt es aber noch nicht. © Foto: Daniel Karmann/dpa


Anfang Oktober war die Frontscheibe eines ICE auf der Fahrt nach München beschädigt worden, mehr als zwei Wochen später informierte die Bahn die Polizei, die fand dann ein Stahlseil sowie Holz und Eisenteile und ein in arabischer Sprache verfasstes Drohschreiben. Mittlerweile war die ursprünglich 50-köpfige Ermittlungsgruppe reduziert worden, noch ist das LKA aber an der Sache dran. "Es wurden unglaublich viele Spuren sichergestellt", sagt Ludwig Waldinger, Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamtes. 150 Beamte hatten Ende Oktober die Gleise auf mehreren Kilometern abgesucht.

Diese Funde, laut Waldinger mehr als 100, würden nun von der Kriminaltechnik untersucht – ob und wie sie zusammenpassen und ob sie überhaupt mit dem Anschlag zu tun haben. Deshalb sind auch mehrere Untersuchungen notwendig. Sind die Ergebnisse da, werden sie bewertet und eingeordnet. "Wir ermitteln weiter", sagt Waldinger. Die Zahl der Ermittler in der Besonderen Aufbauorganisation "Trasse" sei auch nicht weiter verkleinert worden. "Wir ermitteln in alle Richtungen", betont Waldinger.

Aus der Bevölkerung seien nur wenige Hinweise eingegangen – aufgrund des Abstandes zwischen Tat und dem Aufruf durch die Polizeibehörden aber auch nicht allzu verwunderlich. Trotzdem: Das LKA nimmt weiter Hinweise unter Telefon (08 00) 3 00 00 60 entgegen. Der Zug war am 7. Oktober gegen 23.15 Uhr ins Stahlseil gefahren. 

Stefan Bergauer E-Mail

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