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Für drei Tage größter Hilpoltsteiner Ortsteil

Beim 18. internationalen Hofstettentreffen fanden sich Gäste bis aus der Schweiz und Österreich ein. - 24.06.2019 12:00 Uhr

„Schuhplatteln“ gab es beim Heimatabend gleich zweimal zu sehen — die Grünauer legten vor, die Landsberger mit Bierbänken nach. © Foto: jürgen Leykamm


Die Idee zu einem solchen Treffen reicht bis ins Gründungsjahr des Sportvereins zurück. 1977 trafen ein Hofstettener aus dem Schwarzwald und einer aus Landsberg am Lech in der dortigen Bundeswehrkaserne aufeinander, freundeten sich an und riefen 1983 das erste Treffen jener Art ins Leben. Derzeit wird es alle zwei Jahre bei wechselnden Ausrichtern veranstaltet.

Dieses Mal also war wieder das Hofstetten bei Hilpoltstein an der Reihe, nach 1987 und 2005 nun schon das dritte Mal. Die Heimat- und Naturfreunde übernahmen dabei gerne die Trägerschaft, Unterstützung gab es von der Feuerwehr und natürlich den Sportfreunden. In einer aufwendigen Festschrift stellten sich alle beteiligten Orte ausführlich vor. Und der Gastgeber ließ noch rechtzeitig das neue Schmuckstück am Kreisel installieren.

Jeder sollte auf seinen Geschmack kommen. Das machte schon der erste Abend deutlich, als es die "Störzelbacher" im Festzelt ordentlich krachen ließen, während die Fans der ruhigeren Töne beim Duo "November" im Feuerwehrhaus auf ihre Kosten kamen.

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Für Unruhe im Vorfeld hatte indes Hilpoltsteins langjähriger Gästeführer Gottfried Gruber gesorgt. Er entwendete die Hofstettener Fahne vom Bergfried der Stadt und sorgte für einen fränkischen Rechen als Ersatz. Erbost darüber, dass die Stadtfahne zuvor von jener des Ortsteils ersetzt worden war. Das allerdings war kein Feierscherz, sondern offiziell genehmigt worden. So klärte sich das Ganze bei einer Mühlenführung auf, die Gruber selbst übernommen hatte. Auf die ursprünglich geplante Versteigerung des Wahrzeichens aus Hofstetten verzichtete er deshalb.

Sportlich ging es an Tag zwei weiter: Zum einen luden die Gastgeber zu einem Menschenkicker-, zum anderen aber auch zu einem Fußballturnier. Den Gewinn des letztgenannten Wettbewerbs sicherten sich die Landsberger. Die dritte Mannschaft der gastgebenden Sportfreude erfreute sich des Rangs zwei – vor zwei Jahren war es noch Platz drei. Den sicherte sich diesmal das heimische "SF Team Titelverteidigung", die damit allerdings nicht glückte. Bei den Menschenkickern (ohne Hilpoltsteiner Beteiligung) hatten die "Nachbarn" die Nase vorn: Erster wurde ein Team aus Roth, Zweiter eines aus Eichstätt.

Großes Lob gab es am Heimatabend vom Bürgermeister der Burgstadt, Markus Mahl. Das Fest, die Beteiligten, die Stimmung "sind absolut fantastisch!" Durch das Treffen sei Hofstetten vorübergehend "zum größten Hilpoltsteiner Ortsteil geworden", hatte der Rathauschef schon in der Festschrift angemerkt. Mit ihm zollten fast 900 Gäste im Festzelt dem Festausschuss um seinen Vorsitzenden Helmut Engerling Dank für das große Engagement.

Die ersten Beiträge des Heimatabends gerieten zu einer Art Wettbewerb im "Schuhplatteln". Zuerst durften die weitestgereisten Herren aus dem niederösterreichischen Grünau ihre Künste zeigen. Die Landsberger packten dann noch eins drauf und banden ganze Bierbänke in ihre Tänze mit ein. Danach gab es Kontrastprogramm: Junge Damen der Tanzschule Barotti aus Heideck entführten in die Welt des Hip-Hop und der Boogieclub Allersberg in die der Petticoats. Nach den Beiträgen sorgte die Band "Zefix" für Stimmung, während eifrig die Fahne des Stadtmeisters geschwungen wurde. An Tag drei klang bei Gottesdienst und nachfolgender Livemusik mit der Blaskapelle des Königsberger Hofstetten das Treffen aus. Das nächste soll in zwei Jahren in Eichstätt stattfinden.

Weitere Bilder unter www.nordbayern.de/hilpoltstein

JÜRGEN LEYKAMM

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