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Montag, 24.06.2019

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Die Burg auf den Punkt gebracht

Hilpoltsteiner Stadtrat billigt ein neues Beleuchtungskonzept, das die Details betont. - 17.05.2019 17:09 Uhr

Nach dem Konzept des Lichtdesigners Georgios Paissidis wird die Burg punktuell angestrahlt, die Maueröffnungen werden betont. © Foto: Stadt Hilpoltstein


Der MuH in Gestalt von Ehrenbürger Dieter Popp hatte sich für eine neue Beleuchtung der Burg stark gemacht und in LMT einen Partner gefunden. Bis jetzt werden die Mauern der Burg flächig angestrahlt, viel liegt allerdings im Dunkeln, auch auf den Wegen und im Hof ist es düster. Das neue Konzept gefiel. Doch dann brachte LMT den Lichtdesigner Georgios Paissidis ins Spiel und übernahm auch die Mehrkosten. Der "Beleuchtungspapst" (Bürgermeister Markus Mahl) entwarf eine weitere Variante, bei der die Burg und der Bergfried punktuell ausgeleuchtet werden, Akzente und Details wie Maueröffnungen oder Portale betont werden, auch Wege und Hof profitieren.

"Die Burg rückt näher an die Stadt", sagte Popp. Beispielsweise, weil die Mauer am Rosengarten, zum Haus des Gastes hin, künftig kein schwarzer Fleck mehr sein soll, sondern wie der Gesamtkomplex in einem warmen Ton leuchtet.

40 000 Euro kostet es, die Burg so in Szene zu setzen. Allerdings übernimmt die Städtebauförderung 60 Prozent. Der Denkmalschutz hat bereits sein mündliches Okay gegeben, die schriftliche Erlaubnis soll diese Woche folgen. "Wir haben grünes Licht" – Thomas Stark, Leiter des Bauamtes, bewies bei der Vorstellung der notwendigen Arbeiten Wortwitz.

Weniger Licht, weniger Strom

Am 28. März war Earth Hour. Bei dieser Aktion wird das Licht an öffentlichen Gebäuden für eine Stunde abgeschaltet, ein Hinweis, Umwelt und Klima zu schützen. Das Volksbegehren Artenvielfalt wandte sich gegen Lichtverschmutzung. Konsequenterweise müsse man die Beleuchtung von Burg und Kirche ausschalten, so Bürgermeister Markus Mahl im Nachgang der Sitzung, davon hält er hier aber nicht viel. Der Stromverbrauch liege künftig bei nur noch einem Drittel, in der Sitzung waren sogar 25 Prozent genannt worden, der Lichteinsatz soll um zwei Drittel zurückgehen. Bisher liegen die Kosten bei rund 1000 Euro pro Jahr. "Wir blasen kein Licht mehr in die Nacht", hatte Popp in der Sitzung gesagt.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) will öffentliche Gebäude nur noch bis 23 Uhr beleuchten lassen. Auch dieser Ankündigung sieht Mahl gelassen entgegen. Denn die Strahler sind ist mit einem Dämmerungsschalter versehen. Schreitet die Nacht fort, wird es auch auf der Burg immer dunkler, bis am Ende nur noch die Fahne heraussticht.

Mahl dankte in der Sitzung dem Museums- und Heimatverein für dessen Engagement, der Stadtrat stimmte einstimmig zu. Die Strahler haben drei Monate Lieferzeit, einige Elektro-Arbeiten sind notwendig. Deshalb wird es bis zum Burgfest nichts werden, aber noch in diesem Jahr soll die Burg nach den Paissidis-Ideen leuchten. 

STEFAN BERGAUER

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