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Mittwoch, 05.08.2020

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Warnung vor Enkeltrick und leeren Versprechungen

Polizei weist erneut auf vielfältige Maschen hin, mit denen die Täter ihr Unwesen treiben - 30.06.2020 23:24 Uhr

Beim Enkeltrick gelingt es dem Betrüger durch geschickte Gesprächsführung ein Verwandtschaftsverhältnis vorzugaukeln.

Sobald eine gewisse Vertrauensbasis geschaffen ist, täuschen die Täter eine erfundene Notlage oder dringende Investition vor, für die sie umgehend eine größere Geldsumme brauchen. Meist kommt es zu mehreren Telefonaten. Die hilfsbereiten, meist älteren Opfer sollen letztlich Geld oder Wertgegenstände an einen Abholer übergeben.

Angebliche Gebühren

Gewinnversprechen: Nach der Offenbarung des Anrufers über einen vermeintlich hohen, gewonnenen Geldbetrag, werden die Angerufenen aufgefordert, vor der Gewinnübergabe eine Gegenleistung zu erbringen. So seien angeblich angefallene Kosten zu zahlen, für Bearbeitung, einen Rechtsanwalt, Notar, den Zoll, Transport oder die Versicherung. Auch kostenpflichtige Telefonnummern sollen angerufen werden. Immer wieder verlangen die Täter auch, dass ihre Opfer mehrere Guthabenkarten kaufen und ihnen die Codes am Telefon durchgeben.

Diesmal durchschauten die Angerufenen in Stadt und Landkreis Bayreuth die Betrüger jedoch und meldeten die Vorfälle der Polizei.

Die Polizei warnt: "Seien Sie misstrauisch bei Anrufen, die Ihre finanzielle oder persönliche Situation betreffen." Angerufene sollten sich nicht "von einer vertrauenerweckenden Rufnummer auf dem Display in die Irre führen lassen".

Betroffene sollten sich nach dem Namen des Anrufers, der Adresse und einer Rückrufnummer erkundigen. Notieren Sie sich diese Angaben.

Keinesfalls solle man sich zeitlich oder emotional unter Druck setzen lassen. "Stellen Sie dem Anrufer gezielt Fragen nach seinem familiären Umfeld, beispielsweise nach dem Namen der Mutter oder dem Wohnort und bestehen Sie auf Beantwortung." Nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen solle man mit anderen Familienangehörigen Rücksprache halten.

Kein Geld übergeben

"Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen — auch nicht, wenn sie angeblich im Auftrag von Verwandten/Bekannten handeln."

Wer selbst nie an einer Lotterie teilgenommen habe, können auch nichts gewonnen haben.

Die Polizei rät: "Leisten Sie niemals Vorauszahlungen, um angebliche Gebühren, Steuern, Anwaltskosten oder Geldstrafen zu begleichen."

Niemals solle man Geld ausgeben, um einen vermeintlichen Gewinn zu erhalten. "Zahlen Sie keine Gebühren, wählen Sie keine gebührenpflichtigen Sondernummern, kaufen Sie keine Guthabenkarten."

Wer Zweifel habe, solle mit Verwandten oder dem Ansprechpartner des eigenen Kreditinstituts reden. Oder gleich die örtliche Polizei verständigen.

InfoIn dringenden Fällen wählen Betroffene den Notruf 110. Auch die vier oberfränkischen kriminalpolizeilichen Fachberater stehen für sämtliche Fragen rund um die Kriminalität für alle Bürger kostenlos zu Verfügung: https://www.polizei.bayern.de/oberfranken/schuetzenvorbeugen/beratung/adressen/index.html/725


Hier geht es zu allen aktuellen Polizeimeldungen.


 

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