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Vor 50 Jahre: Naturschutzreferent stürzte in "Eislöcher"

Dramatische Rettungsaktion nach Unfall im Veldensteiner Forst dauerte rund zwei Stunden - 20.03.2019 22:53 Uhr

Nach der Bergung musste das Unfallopfer rund einen halben Kilometer weit durch den Forst zum Rettungswagen getragen werden. © Putschky


Dr. Klein war mit dem neuen Naturschutzbeauftragten für Oberfranken unterwegs, um ihm die Sehenswürdigkeiten des Veldensteiner Forstes zu zeigen. Am Rande der „Eislöcher", dreier durch Höhlen miteinander verbundenen neun Meter tiefen Dolinen, rutschte er auf einer Eisplatte aus und stürzte in die Tiefe. Vom Forsthaus Hufeisen aus wurden per Telefon die Polizei, das BRK und das Technische Hilfswerk alarmiert.

Der Naturschutzreferent Dr. Klein war metertief in die "Eislöcher" gestürzt. Die Bergung war schwierig. © Putschky


Die Sanitäter leisteten am Unfallort Erste Hilfe und schnallten den Verletzten auf eine Tragbahre. Dann mussten sie aber auf die THW-Helfer warten, da sie den Verletzten allein nicht bergen konnten. Etwa eine Stunde nach dem Unfall trafen diese ein, die sie erst von ihren Arbeitsplätzen geholt werden mussten. Mit Hilfe von langen Leinen und einer ausziehbaren Stahlleiter, die zwei Angestellte einer Elektrofirma, die zufällig am Unfallort vorbeifuhren, zur Verfügung gestellt hatten, wurde der Verletzte aus der tiefen Doline gehievt.

Zur Bergung des Unfallopfers waren lange Leitern nötig. © Putschky


Die Bergungsarbeiten gestalteten sich besonders schwierig, da das ganze Gelände ringsherum vereist war. Mit etwas Mut und vorbildlichem Einsatz aller Beteiligten, klappte es aber auf Anhieb. Der Verletzte wurde anschließend zur etwa 500 Meter entfernten Kreisstraße getragen, wo ein Krankentransportwagen wartete, der Dr. Klein zur Behandlung ins Pegnitzer Krankenhaus brachte.

Auch Landrat und Senator Dr. Heinrich Dittrich und Regierungsrat Münch waren am Unfallort erschienen, um sich ein Bild von den Bergungsarbeiten zu machen. 

pu/rr

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