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Donnerstag, 22.08.2019

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Typisierungsaktion: Stammzellenspender für Philipp gesucht

Kleiner Junge droht an Leukämie zu sterben - 10.06.2019 14:43 Uhr

Der kleine Philipp soll gerettet werden. © privat


Bei der Aktion will man, obwohl die Chancen dafür sehr gering stehen, einen geeigneten Spender finden. Gleichzeitig soll, so Betzensteins Bürgermeister Claus Meyer, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wieder verstärkt auf das Thema "Stammzellenspende" gelenkt werden.

Einbezogen wurde deshalb auch der Verein "Hilfe für Anja", der sich bereits seit knapp 20 Jahren mit der Thematik befasst. Den Kontakt zwischen Philipps Familie und dem Verein hat eine Helferin vor Ort, Petra Gries, hergestellt.

Die Familie hatte zunächst in Eigeninitiative versucht, auf das traurige Schicksal des Jungen aufmerksam zu machen. Um eine größere Öffentlichkeit zu erreichen, entschieden sich Doris und Roman B., die Hilfe des Vereins anzunehmen.


Nürnberger mit Leukämie: Hunderte lassen sich typisieren 


Auch die Verwaltungsgemeinschaft Betzenstein engagiert sich. Bürgermeister Meyer versucht, ein Netzwerk zwischen verschiedenen Gemeinden zu schaffen. Dafür nutzt er die Mitgliedschaft in überkommunalen Verbänden. Sowohl an die Gemeinden des Wirtschaftsbandes A 9 als auch an die der Arbeitsgemeinschaft Frankenpfalz wurden die Spender-Informationen weitergegeben.

Über die Helferin vor Ort ließen die Eltern des krebskranken Philipp mitteilen, dass der kleine Bub aktuell keine Stammzellen benötigt, damit sein Überleben gesichert ist. Allerdings sei es wichtig, rechtzeitig Spenden quasi "auf Vorrat" zu sammeln. Denn die Kompatibilität zwischen Spender- und Empfängerzellen ist nicht sehr hoch. Außerdem betrifft dieses Problem auch etliche andere potenzielle Empfänger.

Tausende warten

Das bestätigt Michael Sporrer, der Vorsitzende des Vereins "Hilfe für Anja". "Es warten Tausende auf passendes Spendermaterial", sagt er. Ein besonderes Augenmerk will Sporrer darauf lenken, dass es bei der Typisierung lediglich darum geht, per Wattestäbchen den Blutzellencharakter festzustellen. Er erklärt weiter, dass die 35 Euro, welche die Auswertung der Tests für die Typisierung kostet, vom Verein übernommen werden. Die Resultate werden in Datenbanken gesammelt, auf die dann verschiedene Akteure zugreifen könnten.

Die konkreten weiteren Schritte in dieser Angelegenheit und den genauen Programmablauf am 14. Juli hat der Betzensteiner Bürgermeister, der gleichzeitig "Schirmherr" für den Fall des Kindes ist, der Öffentlichkeit noch nicht bekannt gegeben. 

Volker Schmitt

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