22°

Dienstag, 25.06.2019

|

Trennung von den FC-Frauen im Guten nach neun Jahren

Trainer Michael Bauerschmitt ist mit den Plänen für die Teams nicht einverstanden, steht aber als Helfer parat - 01.05.2019 17:00 Uhr

So wie in dieser Szene gegen SV Weinberg II (in Rot) lief es in dieser Saison auch in der Tabelle für die Pegnitzerinnen: Die Gegner in der Bayernliga sind ihnen enteilt.


Neun Jahre war er Trainer des FC. 2016 stiegen die Fußballerinnen als Meister in die Bayernliga auf. Seitdem wurde Bauernschmitt nicht müde zu betonen, dass diese Spielklasse für den kleinen Verein ein Abenteuer darstellt, dessen Ende jederzeit kommen kann. Hier Vereine, die auswärtige Spielerinnen locken wie die SpVgg Fürth, dazu regionale Frauenfußball-Größen wie der 1. FFC Hof. Und dort der FC Pegnitz, der einfach das Glück hatte, lange Zeit sehr talentierte und fleißige Fußballerinnen zu haben, für die ein Abschied vom Heimatverein nicht infrage kam. Dass es sich dabei in den allermeisten Fällen um selbst ausgebildete Spielerinnen handelte, brachte der Nachwuchsarbeit des Vereins einen hervorragenden Ruf ein.

Doch jetzt befindet sich der FC im Umbruch. Michael Bauerschmitt ist sich mit der Vereinsführung uneinig geworden, "wie man in Zukunft Frauenfußball beim FC sehen möchte", wie er sagt. Vorsitzender Jochen Nowak spricht von einer "strategischen Neuausrichtung der Frauenmannschaften", geht aber nicht ins Detail, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Zwei bis drei Wochen werde der Verein brauchen, um die Öffentlichkeit zu informieren, wie diese Neuausrichtung aussehen wird. Sicher ist, dass Simon Aures, Trainer der zweiten Mannschaft, beim Auswärtsspiel gegen TSV Frickenhausen am Tag der Arbeit das Bayernliga-Team coachen wird.

Offen für neue Aufgaben: Michael Bauerschmitt


Offen für neuen Verein

Auch Bauerschmitt will sich Zeit lassen, um zu entscheiden, was er im Fußball als nächstes macht. "Wenn es beim FC etwas zu tun gibt, bin ich natürlich da", verspricht er, meint damit aber nicht die Position des Trainers. Die neun Jahre beim FC möchte er "auf keinen Fall missen, die Länge der Amtszeit spricht ja für sich". Und seine Frau Ellen Kirchner ist als Spartenleiterin des Mädchenfußballs und Nothelferin auf dem Platz ja immer noch ein aktiver Teil des Vereins.

Für Bauerschmitt ist es vorstellbar, eine andere Mannschaft zu trainieren, auch wenn er nicht aktiv nach einem neuen Verein suchen wird. "Wenn aber jemand kommt, höre ich mir alles an." Jetzt genießt er erstmal die frei gewordene Zeit. Neun Jahre beim FC - die Zeit war schön, aber "nicht unanstrengend". 

VON MARCEL STAUDT

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pegnitz