Mittwoch, 08.04.2020

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Studenten denken über Pottenstein nach

Machbarkeitsstudien sollen zeigen, wie Leerstand in der Innenstadt wiederbelebt werden kann - 27.02.2020 10:06 Uhr

Mithilfe der Städtebauförderung soll für das ehemalige Eisen- und Haushaltswarengeschäft in der Pottensteiner Innenstadt eine Machbarkeitsstudie für die Wiederbelebung erstellt werden. © Klaus Trenz


Direkt gegenüber der Kirche waren früher eine Werkstatt für landwirtschaftliche Maschinen sowie Wohnungen untergebracht. Seit Jahren werden diese Räume nicht mehr genutzt. Dies soll sich nun ändern. Die Gebäude seien zwar im Privatbesitz, könnten aber auch von der Städtebauförderung profitieren, gab Bürgermeister Stefan Frühbeißer in der jüngsten Stadtratssitzung bekannt. Es geht vor allem um das Thema Folgenutzung.

So sei es der Stadt und dem Eigentümer gelungen, eine Gruppe von Architekturstudenten aus Würzburg und deren fachliche Betreuer für das Thema zu begeistern.

Die Studierenden sollten sich im Rahmen der Semesterarbeit mit den Gebäuden an der Hauptstraße 19 und 21 befassen und mögliche Nutzungsvorschläge unterbreiten. Das Endergebnis soll dann als Grundlage für weitere Überlegungen hergenommen werden. "Das Anwesen 21 ist ein denkmalgeschütztes Gebäude. Das muss dabei beachtet werden", erklärte Frühbeißer. "Wenn jemand in ein Gebäude investiert, muss sich das unterm Strich für denjenigen auch rechnen. Die Nutzung muss also tragbar und zeitgemäß sein."

Auch das Erscheinungsbild soll attraktiver werden, denn die Fassade stammt aus den sechziger oder siebziger Jahren. Aus den bereits eingereichten Überlegungen der Studenten wurden verschiedene Varianten vorgeschlagen. Darunter die Sanierung und Belebung des Bestands, Wohnungen mit Stadtgarten, ein Mehrgenerationenhaus und die Variante Junges Wohnen und Arbeiten. "Ziel ist es, im Gebäude wieder entsprechend zwei oder drei kleinere Gewerbeeinheiten und Wohnungen unterzubringen, um der Nachfrage gerecht zu werden", sagte Frühbeißer und fügte hinzu, dass das auch der Wunsch des Eigentümers sei. Zudem bestehe die Möglichkeit, aus dem Hinterhof eine Art Stadtgarten zu machen.

Doch ehe die Städtebauförderung in Anspruch genommen werden könne, müsse eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Auch bei anderen Vorzeigeobjekten wie beim Gasthaus "Goldene Krone", der Reusenmühle oder andere Projekte gab die Stadt Studien in Auftrag und war der Träger. Stadträtin Maria Dreßel wollte wissen, ob die Städtebauförderung unbegrenzt in Anspruch genommen werden könne.

"Im Prinzip ist es so, dass es keine Deckelung gibt. Also nicht, wie bei der Dorferneuerung oder ähnlichem", antwortete Frühbeißer. "Es ist lediglich das Objekt zu prüfen. Was ist notwendig und sinnvoll." Es gebe keine Grenze, wie viele Gebäude innerhalb des Sanierungsgebiets unterstützt werden können.

Nun wird zunächst eine Bestandsaufnahme des Gebäudes gemacht. Der Stadtrat beschloss, die Studie in Auftrag zu geben mit der Maßgabe, dass man sich an den Kosten beteiligt. Das Gremium entschied sich einstimmig dafür.

MARTIN BURGER

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