15°

Dienstag, 22.10.2019

|

Stadt hat Anlage an der Pegnitzquelle neu gestaltet

Völlige Wartungsfreiheit der neuen Pergola war laut Bürgermeister Uwe Raab ein Grund - 03.05.2019 13:27 Uhr

Der Vorher-Nachher-Vergleich ergibt so gut wie keine Unterschiede: Bei der Umgestaltung der Pegnitzquelle hat man darauf geachtet, das Erscheinungsbild beizubehalten. © Hans-Jochen Schauer


Die Stadt hat die Pegnitzquelle umgestaltet. Was wurde dabei im Einzelnen neu gemacht?

Die vorhandene Laubengang-Konstruktion und der Steg wurden entfernt und durch baugleiche aus Recyclingkunststoff ersetzt. Dafür hat man sich entschieden, weil hier nahezu komplette Wartungsfreiheit garantiert werden kann und das Material rutschhemmend ist. Die baufällige Holzkonstruktion war sehr rutschig und musste in den vergangenen Jahren immer wieder witterungsbedingt kostenintensiv erneuert und teilsaniert werden.

Warum wurde die Quelle überhaupt neu gestaltet?

Die alte Konstruktion in Holzbauweise und hier insbesondere der Bodenbelag waren in einem sanierungsbedürftigen Zustand und mussten nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen erneuert werden.

Wer hat die Umgestaltung ausgeführt?

Die entsprechenden Arbeiten wurden von Mitarbeitern des Stadtbauhofes ausgeführt.

Wird die Pergola noch begrünt. wenn ja, mit welcher Pflanze?

Der Laubengang wird noch mit Efeu bepflanzt.

Ist daran gedacht, an der Quelle musikalische oder andere kulturelle Darbietungen (beispielsweise Abendserenaden) aufzuführen?

Es gibt hier noch keine konkreten Pläne, aber ich greife diese Idee gerne auf und werde entsprechende Gespräche mit unserem Kulturamt führen. Natürlich muss in solche Überlegungen dann auch der Wirt der Zaußenmühle einbezogen werden, der in unmittelbarer Nähe in den Sommermonaten eine Außenbewirtschaftung betreibt.

Wie hoch waren die Gesamtkosten für die Maßnahme?

Für die Sanierungsmaßnahme fielen Materialkosten in Höhe von zirka 14 000 Euro an.

Die Pegnitzquelle liegt ja etwas versteckt. Geht die Stadt nun davon aus, dass sich aufgrund der attraktiveren Gestaltung dort künftig mehr Menschen aufhalten?

Es wäre schön, wenn mehr Menschen die Pegnitzquelle besuchen, ist es doch ein idyllischer Rückzugsort mitten in der Stadt und mit genügendem Abstand zur betriebsamen B2, der schon immer zum Ausruhen und Verweilen eingeladen hat. Das war aber nicht der vorrangige Grund für die Sanierung.

Im Wasser der Quellfassung haben sich Algen stark vermehrt. Worauf ist dies zurückzuführen?

Die Algenbildung ist bedingt durch die derzeitige Wetterlage mit intensiver Sonneneinstrahlung und durch einen hohen Nährstoffwert mit Nitrat. Nach Mitteilung von Stadtheimatpfleger Helmut Strobel wurde die Pegnitzquelle bereits vor Jahren von Studenten diesbezüglich schon einmal hydrogeologisch untersucht und dabei ist unter anderem hohe Nitratwert als weitere Ursache der Algenbildung festgestellt worden.

Was unternimmt die Stadt dagegen?

Uns sind bisher keine grundlegenden Gegenmaßnahmen bekannt, allerdings werden täglich entsprechende Reinigungsarbeiten durchgeführt. In den vergangenen Jahren war stets eine Rückbildung der Algen ohne "Eingriff von außen" festzustellen, das ist allerdings witterungsabhängig.

Ist mit den Anwohnern der Pegnitzquelle vorab über die Neugestaltung gesprochen worden und wenn ja, wie war deren Reaktion?

Die Sanierung war aus Sicherheitsgründen erforderlich. Da es sich, wie bereits ausgeführt, um eine baugleiche Erneuerung handelt, wurden keine gesonderten Gespräche mit den Anwohnern geführt.

 

INTERVIEW: HANS-JOCHEN SCHAUER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pegnitz