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Püttlacher Ortsmitte hat absoluten Vorrang

Geplante Dorferneuerung findet viel Zustimmung bei den Bürgern — 29 Vorschläge liegen auf dem Tisch - 29.04.2015 17:53 Uhr

Auch der Platz an der Laurentiuskapelle (Bild) und vor dem Feuerwehrhaus soll verbessert werden; die Ortsverbindungsstraße zwischen Püttlach und Trockau ist unbedingt sanierungsbedürftig. © Foto: Eva Böhm


Das Stadtoberhaupt betonte, dass der Vorteil bei der Dorferneuerung darin besteht, Problemlösungen zusammen mit den Bürgern zu erarbeiten. Durch die hohen Förderungen durch das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) ist die Chance einer Dorfentwicklung für die nächsten Generationen gegeben. Lothar Winkler vom ALE versicherte, dass die „Masse der Maßnahmen“ förderfähig sei. Die Zuschüsse gibt es in unterschiedlichen Höhen, die beim „Dorf“ etwa 50 Prozent, und bei „Flur“ etwa 75 Prozent, jeweils plus Bonus aus der Integrierten Ländlichen Entwicklung von fünf bis zehn Prozent, betragen können. Durch das Pottensteiner Gemeindeentwicklungskonzept wurde Püttlach auf den Schild gehoben, er gibt die Maßnahmen für die Dorferneuerung „Dorf“ und „Flur“ frei, so Winkler, so dass die Eröffnung des Verfahrens heuer im Herbst vorgenommen werden könnte.

Viel Arbeit steckten die Mitglieder der AK in die Ermittlung der erforderlichen Maßnahmen; diese wurden von Horst Lautner vom AK Dorf und Helmut Sklenarsch, AK Flur, vorgestellt.

Beide Sprecher sagten, dass viele wichtige und gute Erfahrungen gesammelt wurden, durch die vielen Gespräche wurde der Zusammenhalt in der Ortschaft gestärkt. Ausführlich wurden die 29 Vorschläge für Püttlach, und jeweils drei für den Failnerhof und die Rupprechtshöhe erläutert. Die Vorschläge für Püttlach reichten von einem privaten Mühlenmuseum, über Wanderparkplätze, dem Dorfplatz an der Dorfwirtschaft, innerörtlichen Freiflächen, Ausbau der Ortsstraßen Pegnitz, Trockau, Hohenmirsberg, und Büttner-Küst bis zum absoluten Schwerpunktbereich der Ortsmitte bei Kapelle und Feuerwehrhaus. Der Straßenausbau ist unbedingt erforderlich, denn es besteht beispielsweise keine Wendemöglichkeit für Lastwagen , diese kommen aus der Ortschaft nicht mehr heraus.

Beim Failnerhof wäre die Zufahrt, die Löschwasserversorgung und der Kanzplatz zu richten. Auf der Rupprechtshöhe wären das Bushäuschen und der Backofen, die Erschließung der Hinterlieger und die Sanierung der Kapelle als weitere Maßnahmen erforderlich.

Der AK Flur wartete mit 29 gewünschten Einzelpunkten auf. Dies brachte den Mitgliedern das Lob von Thomas Müller (ALE) ein, nicht nur auf das klassische Thema des Wegebaus geschaut zu haben, sondern sich behutsam und sinnbringend auch andere Themen, auch zum Erhalt der grandiosen Landschaft, erarbeitet zu haben: „Tolles Ergebnis.“ Die Vorschläge beinhalten unter anderem: Ausbau „Westlicher Talrandweg“ mit Erschließung der Flur westlich der Püttlach, Radweg und Teilabschnitt am auch gewünschten „Püttlacher Wasserweg“, am Weg „Hüffel“ Ausbau als Kombispurweg, Weg „Brunnwald“ mit ökologischer Baubetreuung, „Mittlerer Weg“ mit Lösung der Hangwasserproblematik, Flurlage „Butzen“ Auflassung, Neuordnung und Zusammenlegung der Bodenordnung; Flurlage nördlich von Püttlach sowie die Brachflächenpflege im Talraum.

Ausführlich erläuterte Stefan Frühbeißer die Probleme mit der Straßenbeitragsausbausatzung. Die Stadt Pottenstein hatte früher eine, diese wurde 1997/98 aufgehoben. Derzeit wehrt sich die Stadt dagegen, eine derartige Satzung einzuführen. Die Gemeinde ist verpflichtet, vor einer Darlehensaufnahme Geld durch Beiträge und Gebühren einzutreiben. „Dies ist ein Riesenproblem.“ Gerichtliche Entscheidungen müssen abgewartet werden. Die Kosten sollten aber möglichst gerecht auf alle in der Solidargemeinschaft verteilt werden.

EVA BÖHM

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