Sonntag, 08.12.2019

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Pottenstein: Pächter vom Felsenbad feuert Bademeister

Einrichtung bleibt entgegen Gerüchten aber trotzdem geöffnet - 17.07.2019 19:08 Uhr

Teilen sich die Verantwortung im Felsenbad nach der Entlassung des vorherigen Bademeisters: die Badeaufsichten (von links) Stefan Keßler und Reza Avazzade. © Julian Seiferth


"Was für ein völliger Schwachsinn. Mehr werde ich dazu nicht sagen", kommentiert Bürgermeister Stefan Frühbeißer die Gerüchte um das Felsenbad. Angeblich soll einer der Bademeister schon wieder gekündigt haben, der Betrieb sei gefährdet. Erst Anfang Juli hatte das Felsenbad wieder eröffnet, nachdem die Stadt und Pächter Dieter Bauer gemeinsam händeringend nach einer geeigneten Badeaufsicht gesucht hatten. Auch durch Aufrufe in den Medien – unter anderem auch in den NN – konnte diese Lücke geschlossen und das Bad geöffnet werden.

Auch Dieter Bauer, der neue Pächter des Felsenbades, ist von den Gerüchten um den Posten des Bademeisters überrumpelt. Dass er diese so nicht stehen lassen will, macht er im Gespräch schnell klar: "Das stimmt so wirklich nicht. Der Bademeister ist nicht gegangen, ich musste ihn entlassen."

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Sein ehemaliger Angestellter, "ein junger Mann aus dem Raum Bamberg", sei einfach nicht der Richtige für den Job gewesen. "Er hat die Anforderungen, die wir an ihn gestellt haben, nicht erfüllen können." Die Chemie unter den Angestellten habe nicht gestimmt. Außerdem soll sich der Mann wiederholt in den Mittelpunkt gestellt haben, so Bauer: "Es gab immer viel Wirbel um nichts – so wie beim Feuerwehrmann, der das Feuer legt und dann selbst zum Löschen kommt."

Der Betrieb des Bades sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, so Bauer: "Ich habe ihn schon zu Beginn des Monats rausgeworfen, das war nach knapp einer Woche." Seitdem habe er das Bad – auch dank der Hilfe der Stadt Pottenstein, die unter anderem mit Kollegen aus dem Juramar ausgeholfen habe – ohne Probleme weiterführen können. Hauptverantwortlich ist nun Stefan Keßler, der als eine von zwei Badeaufsichten begonnen hatte. "Unser jetziger Bademeister ist dafür qualifiziert. Er hat von Anfang an die meiste Arbeit erledigt", erklärt Dieter Bauer. Für die Nachfolge des geschassten Ex-Bademeisters gibt es bereits einen Bewerber: Reza Avazzade.

Der Pächter will die Gerüchte ein für alle Mal aus der Welt schaffen: "Ich kann die Leute beruhigen: Wir werden mit Sicherheit nicht schließen, auch für die nächste Saison nicht." Gerade habe er eine neue Ausstattung für die Küche gekauft, die demnächst eingebaut werden soll.

JULIAN SEIFERTH

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