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Dienstag, 23.07.2019

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Polizei nimmt die Biker verstärkt ins Visier

Reaktion auf die stark angestiegene Zahl tödlicher Unfälle mit Motorrädern - 23.03.2019 09:35 Uhr

Motorradfahrer auf Wochenendtour: Mit Kontrollen will die Polizei die Sicherheit erhöhen. © Archivfoto: Udo Bartsch


Die Polizei mahnt Biker bei aller Freude über den Beginn der Saison zur Vorsicht und guter Vorbereitung. Über den Winter verlieren viele Fahrer das Gefühl für ihre Maschinen, hieß es etwa aus dem oberfränkischen Polizeipräsidium in Bayreuth. Zudem gehören Bremsen, Reifen und Beleuchtung vor der ersten Ausfahrt genau überprüft.

Auch der ADAC betonte, Autofahrer und Biker müssten sich nach der Winterzeit erst wieder aneinander gewöhnen. Erste schwere Motorradunfälle gab es nach Angaben des Innenministeriums schon im Januar, ein Fahrer kam dabei ums Leben. Im vergangenen Jahr gab es 9548 Motorradunfälle in Bayern. Das waren 6,1 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahl der verletzten Motorradfahrer stieg 2018 verglichen mit 2017 um 7,1 Prozent auf 8440, die Zahl der getöteten Motorradfahrer um 19,5 Prozent auf 147. Die Zunahme könnte mit einem frühen Frühlingsanfang, einem langen trockenen Sommer und einem schönen Herbst 2018 zusammenhängen, teilte ein Sprecher mit.

Das Innenministerium reagierte und hat 2019 einen Schwerpunkt auf Motorradsicherheit gelegt. So hat die Polizei inzwischen bei allen Präsidien sogenannte Motorradkontrollgruppen eingerichtet. Einerseits haben Beamte auf Motorrädern so einen besseren Zugang zu den Bikern, andererseits könnten sie deren Verhalten gezielt kontrollieren und Verstöße ahnden, hieß es. Darüber hinaus stattet die Straßenbauverwaltung weiterhin Schutzplanken an besonders gefährlichen Kurven mit einem sogenannten Unterfahrschutz aus. 

nn

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