Sonntag, 17.11.2019

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Pfarrerin mit Hammer, rotem Herz und Meterstab

Barbara Meister-Hechtel symbolisiert bei ihrer Einführung Kraft, den Geist der Liebe und das richtige Maß - 11.12.2018 17:45 Uhr

Barbara Meister-Hechtel ist seit 1. Dezember als evangelische Pfarrerin in Schnabelwaid im Amt. © Foto: Karl Schwemmer


Beim Einzug zu den Klängen des Posaunenchors folgten die Präsidentin Karin Weiß und Präsident Peter Hippmann des Präsidiums des Dekanats dem Kreuzträger. Hinter den Pfarrerinnen und Pfarrern des Dekanats schließlich zog Pfarrerin Barbara Meister-Hechtel an der Seite von Dekan Gerhard Schoenauer in den Altarrraum. Nach einem Adventslied der Gemeinde oblag es Pfarrerin Nicole Peter, die neue Pfarrerin zu begrüßen und alle einzuladen, mit der gebürtigen Ingolstädterin die Ankunft in Schnabelwaid zu feiern.

Senior Matthias Öffner sang den Introitus und nach einem Lied des Kirchenchors stellte Pfarrerin Meister-Hechtel ihre Assistenten vor. Das sind ihr vertrauter katholischer Kollege Pfarrer Michael Kneißl aus Etzelwang, mit dem sie eine zehn Jahre lange ökumenische Zusammenarbeit von 2000 bis 2010 verbindet, die Pflegedienstleiterin des Brigittenheims Roswitha Schecklmann, die Vertrauensfrau der Schnabelwaider Pfarrgemeinde Martina Walter, die bereits seit dem Studium befreundete Pfarrerin Dorothe Stadler, Erika Markgraf und Senior des Dekanatskapitels Pfarrer Matthias Öffner.

Mit Worten aus der Bibel benannten Pfarrerin Stadler und Pfarrerin Markgraf die Aufgaben, die einer Pfarrerin als Dienst an der Gemeinde zuwachsen, wie etwa im Auftrag aus dem ersten Petrusbrief: "Weidet die Herde Gottes." Die biblischen Weisungen zum Dienst einer Pfarrerin bekräftigte Dekan Schoenauer mit dem Bibelzitat, das alle durch die eine Taufe zum einen Glauben berufen sind.

Pfarrer Öffner verlas die Installationsurkunde, unterzeichnet von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Darin wurde Pfarrerin Meister-Hechtel die Pfarrführung in Schnabelwaid übertragen und sie damit auf ihr Hirtenamt verpflichtet.

Nach seiner Einführungsansprache schritt Dekan Schoenauer zur Dienstverpflichtung von Barbara Meister-Hechtel. Nachdem sie ihre Bereitschaft zur Übernahme der ihr übertragenen Aufgabenbereiche erklärt hatte, fragte er den Kirchenvorstand nach der Bereitschaft, die Pfarrerin anzunehmen. Sodann bildeten die Assistenten einen Kreis um die neu eingeführte Leiterin der Pfarrgemeinde, die Seelsorgerin Krankenhaus, im Brigittenheim und Altenheim sowie die Ökumenebeauftragte des Dekanats, und leisteten mit Handauflegung den Zuspruch mit einem Bibelvers. Nach dem Zuspruch des Dekans "Friede sei mit ihr" rief dieser den Segen Gottes auf die neue Schnabelwaider Pfarrerin herab.

Einen Hammer, ein rotes Herz und einen Meterstab präsentierte diese in ihrer Ansprache zum Symbol für Kraft, den Geist der Liebe und das richtige Maß. All dies sei für ihren Dienst in der Pfarrei und in ihrem Aufgabenbereich erforderlich, sei es im Krankenhaus, im Altenheim und in der Ökumene oder in den bevorstehenden Arbeiten zur Renovierung von Pfarrhaus, Gemeindehaus und Kirche.

Geschenke im Gemeindehaus

Grußworte und Begrüßungsgeschenke erwarteten die neue Pfarrerin im Gemeindehaus, wo sich auch Bürgermeister Hans Walter Hofmann den Glückwünschen anschloss. Herzliche Worte fand die Präsidentin des Dekanatspräsidiums Karin Weiß. Die Kirchenpflegerin der katholischen Pfarrgemeinde Creußen, Petra Goller, wünschte eine gute ökumenische Zusammenarbeit und übergab das Dekanatsbuch "200 Jahre Dekanat Auerbach" als Begrüßungsgeschenk. Bei der Übergabe eines Regenschirms witzelte Senior Öffner, der Regenschirm möge ihr als Stütze dienen wie ein Hirtenstab.

Augenzwinkernd bemerkte Pfarrerin Nicole Peter, trotz der Installation im Advent, der Vorbereitungszeit auf das Kommen des Erlösers, werde man keine messianischen Erwartungen in sie setzen. Gute Wünsche und ein schmuck verpacktes Begrüßungsgeschenk überbrachte die Vertrauensfrau der Pfarrgemeinde, Martina Walter.

KARL SCHWEMMER

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