Samstag, 07.12.2019

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Ökumenische Wallfahrt als Zeichen für Einheit

Christen beider Konfessionen pilgern am Sonntag, 21. Juli, nach Michelfeld - 30.06.2019 09:00 Uhr

Vergangenes Jahr führte die ökumenische Wallfahrt Christen beider Konfessionen durch Pegnitz. Heuer geht es nach Michelfeld. In der Pfarrkirche wird gemeinsam Gottesdienst gefeiert. © Foto: Gisela Leinberger


  "Diese beliebte Veranstaltung findet seit dem Jahr 2000 bereits zum 19. Mal statt", erklärt die Dekanatsratsvorsitzende Sonja Schwemmer. Der Termin ist am 21. Juli in Michelfeld. Der Ort wurde, in Berücksichtigung auf die 900 Jahrfeier des Klosters Michelfeld, von den Initiatoren bewusst gewählt.

"Es wird unsere Aufgabe sein, für die Zukunft gemeinsame Glaubenszeugnisse für die Gesellschaft zu bieten", leitete Dekan Pater Marek Flasinski die Vorbesprechung zur ökumenischen Wallfahrt ein. Er nannte es ein Zeichen, um zu einer Einheit zu kommen.

Wie in jedem Jahr wird in einem Sternzug aus drei Richtungen gepilgert. Das Ziel ist die Asamkirche in Michelfeld. Die örtlichen Blaskapellen begleiten die einzelnen Züge. Folgende Einteilung der Ausgangspunkte um 13.30 Uhr ist festgesetzt: "Prozession I" — die katholischen Pfarreien Pegnitz, Troschenreuth, Büchenbach und Trockau sowie die evangelischen Pegnitz und Lindenhardt — startet an der Kapelle am Staubershammer in Michelfeld. "Prozession II" — Pottenstein, Elbersberg, Hohenmirsberg und Kirchenbirkig (alle kath.) sowie Pottenstein, Plech, Betzenstein/Hüll und Bronn (alle ev.) — beginnt an der Jakobuskapelle in Nasnitz. "Prozession III" — Auerbach, Neuzirkendorf, Gunzendorf, Thurndorf, Creußen, Neuhaus, Michelfeld und Hartenstein (alle kath.) sowie Auerbach, Schnabelwaid, Creußen und Birk — geht an der Kapelle in Saaß los.

Gemeinsamer Gottesdienst

Die Pilgerzüge treffen sich in der Pfarrkirche in Michelfeld zu einem gemeinsamen Gottesdienst. "Für die Predigten sind Dekan Gerhard Schoenauer und Abt Beda Maria Sonnenberg aus Plankstetten vorgesehen", sagte Flasinski mit hörbarer Freude. Die Kollekte wird geteilt und geht zu einem Teil an die Regens-Wagner-Stiftung und zum anderen Teil an die Diakonie. Für die musikalische Begleitung sorgt der Bezirksposaunenchor des Dekanates Pegnitz unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Jörg Fuhr und der Kirchenchor Michelfeld unter Brigitte Kormann. "Wir laden dazu auch alle syrisch-orthodoxen Christen ein", sagte Flasinski.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet im historischen Gelände des Klosters das Fest der Begegnung statt. Regina Schrembs, die Schriftführerin, ergänzte dazu: "An diesen Tag wird nicht nur gebetet, sondern es ist bezeichnend, da stets ein reger und fruchtbarer Austausch mit anderen Gläubigen stattfindet. Dies finde ich Jahr für Jahr faszinierend."

Sonja Schwemmer verwies auf den zeitgleich veranstalteten Mittelaltermarkt rings ums Klostergelände. "Die Bewirtung im Klostergarten ist in besten Händen", informierte Schwemmer, denn für Speisen und Getränke sorgt das Regens-Wagnerteam. Schwemmer bittet um Rückmeldung der einzelnen Pfarreien.

Dekan Gerhard Schoenauer lobte in der Besprechung der 19. ökumenischen Wallfahrt die jahrelange hervorragende Abstimmung und nannte den Wunsch nach Einheit, von einer Sehnsucht getrieben. "Wir sind auf dem Weg und haben noch vieles nicht erreicht. Aber wir haben ein Ziel."

ROSI THIEM

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