Mittwoch, 20.11.2019

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"Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel"

Ohne den "Verein zur Förderung der fränkischen Bratwurstkultur" wäre die Großveranstaltung undenkbar - 31.05.2019 13:31 Uhr

Damit die Besucherinnen und Besucher auf dem Pegnitzer Bratwurstgipfel Spaß haben, ist zuvor harte Aufbauarbeit angesagt. © Klaus Trenz


Bei einer Veranstaltung, bei der Tausende von Besuchern erwartet werden, ist es nicht damit getan, Sitzgarnituren und Grills aufzustellen. "Nach dem Bratwurstgipfel ist vor dem Bratwurstgipfel", sagt Uwe Raab. Das heißt, dass die ersten Vorbereitungen für den nächsten Gipfel bereits in den Vorbereitungen des aktuellen mitgedacht werden und unmittelbar nach dem Event beginnen.

Die Ansprache der neuen Teilnehmer beginnt allerdings in der Regel erst Anfang des Folgejahres: Das Metzgerhandwerk wird über die drei fränkischen Handwerkskammern zur Teilnahme eingeladen. Die Metzgereien können sich dann bewerben.

Die Vorbereitungen für den Bratwurstgipfel sind umfangreich. Es braucht Genussanbieter und Tourismus-Stände, um den Besuchern auch neben dem Hauptdarsteller Bratwurst etwas bieten zu können. Dazu gehört die Auswahl des Bühnenprogramms und das Engagieren der Künstler. Aufträge müssen rausgehen für Stände, Beschallung, Security und Biertischgarnituren. Letztere kommen von einer Brauerei. Dann muss die Veranstaltung auch noch versichert werden und es müssen Genehmigungen eingeholt werden: Zum einen muss man den Wiesweiher von der Stadt Pegnitz anmieten, zum anderen darf man das Ordnungsamt nicht vergessen, bei dem die Veranstaltung angemeldet werden muss. Und es braucht unbedingt auch eine Schankerlaubnis.

Mit einer Pressekonferenz mehrere Wochen vor dem Bratwurstgipfel beginnt die Medienarbeit. Immerhin soll man in ganz Franken und darüber hinaus wissen, dass der Bratwurstgipfel wieder über die Bühne geht. Ehrengäste werden geladen und die Jury, die den Bratwurstkönig krönt, angesprochen. "Auswahlkriterien sind Fachkenntnis, Prominenz und selbstverständlich guter Geschmack", sagt Raab.

Vereine helfen mit

Unmittelbar vor dem Bratwurstgipfel heißt es anpacken: Stände und Bühne müssen aufgestellt werden. Die Bühnenrückwand wird aufgebaut und Sponsorenbanner angebracht. Dann sind hoffentlich auch schon Toilettenwagen und Mülleimer bestellt worden. In diesem Jahr werden die Auf- und Abbauarbeiten erstmals mit großer Unterstützung anderer Vereine angegangen und dadurch die erforderlichen Leistungen des städtischen Bauhofs deutlich reduziert.

Das wird der Besucher aber nicht merken. Nach acht erfolgreichen Veranstaltungen ist die Routine, was Durchführung und Organisation angeht, längst eingekehrt. Nun kommt es ganz alleine darauf an, wie die diesjährigen Bratwürste schmecken.

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Der Bratwurstgipfel ist ein echter Besuchermagnet. Auch wenn heuer keine 20.000 Besucher in Pegnitz waren, ziehen die Veranstalter ein positives Fazit.Die kleinen Besucher konnten sich am naheliegenden Spielplatz austoben, während die Eltern und Großeltern sich durch rund 25 klassische und Kreativbratwürste probieren. Den Titel "Bratwurstkönig" sicherte sich in diesem Jahr Stephan Jamm aus Unterfranken.


Klaus Trenz

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