Samstag, 14.12.2019

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Michelfelder Ortsdurchfahrt bleibt noch gesperrt

Der Grund ist ein einsturzgefährdetes Haus in der Ortsmitte. Diese Gefahr bestätigte nun auch ein Statiker. - 17.07.2019 08:10 Uhr

Die Sperrung der Ortsdurchfahrt in Michelfeld wird wohl noch länger andauern, zumindest bis das einsturzgefährdete Haus wenigstens notgesichert ist. Bis dahin kommen weder Fahrzeuge noch Fußgänger durch. © Foto: Brigitte Grüner


Wie lange die Sperrung noch aufrechterhalten werden muss, kann aktuell niemand sagen. Fakt ist, dass das Bauamt Amberg-Sulzbach das frühere Wohnhaus als potenziell einsturzgefährdet betrachtet.

Damit andere Verkehrsteilnehmer nicht zu Schaden kommen, wurde ein Teilstück der Auerbacher Straße komplett gesperrt. Fahrbahn und Gehweg können bis auf weiteres nicht genutzt werden. Nun gab es einen Ortstermin mit einem Statiker. Seine Aufgabe war es, die Gefährdung für die Staatsstraße 2162 zu beurteilen und Möglichkeiten einer Sicherung des Hauses zu überlegen.

Der schriftliche Bericht wird für Donnerstag erwartet. Bestätigt wurde die Gefährdung für den Verkehrsraum, sagte Bauoberrat Stefan Noll. "Vor Aufhebung der Straßensperrung sind umfangreiche Sicherungsmaßnahmen am Gebäude vorzunehmen, so dass der Einsturz von Gebäudeteilen ausgeschlossen werden kann."

Als nicht vertretbar wird der Aufwand für eine Sanierung erachtet. Ein Abbruch erscheint daher als beste Alternative. Möglich wäre eine vorübergehende Sicherung des Gebäudes mit Gewindestangen und Balken. Durch eine solche Maßnahme könnte das Haus wenigstens soweit stabilisiert werden, dass die Straßensperrung wieder aufgehoben werden kann. Als mögliche Gründe für den Zustand des Hauses werden der stark ausgetrocknete Baugrund oder Unterspülungen durch einen defekten unterirdischen Teil der rückwärtigen Dachflächenentwässerung angenommen. Eventuell könnte auch die Gründung nicht passen.

Riss wurde 2018 überprüft

Schon im Herbst 2018 hatte die Stadtverwaltung das Landratsamt auf das marode Gebäude aufmerksam gemacht. Der Riss wurde damals kontrolliert und dokumentiert. Bei einer zweiten Kontrolle im Juni 2019 wurde festgestellt, dass der Riss wenigstens nicht größer geworden ist, erklärt Pressesprecherin Christine Hollederer. Vom Eigentümer wurde bereits im Herbst ein Standsicherheitsnachweis verlangt. Dieser liegt bislang nicht vor. Da das Haus in Privathand ist, obliegt grundsätzlich dem Eigentümer die so genannte Verkehrssicherungspflicht.

Sobald eine konkrete statische Beurteilung vorliegt, wird das Landratsamt die sich daraus ergebenden Sicherungsmaßnahmen am Gebäude gegebenenfalls im Wege einer Anordnung dem Eigentümer auferlegen. Für das anstehende Festwochenende mit Mittelaltermarkt, Regens-Wagner-Sommerfest und ökumenischer Wallfahrt ist die Straßensperrung reichlich ungünstig.

BRIGITTE GRÜNER

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