Mittwoch, 11.12.2019

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Lehrer sorgte mit Lied am Klavier für Entspannung

Hermann Heckel hat in Betzenstein 30 Jahre lang unterrichtet - Glückwünsche zum 80. Geburtstag - 02.07.2019 22:48 Uhr

Der Jubilar Hermann Heckel (2. von rechts) mit seiner Frau Helga, Tochter Claudia (links) und 3. Bürgermeisterin Johanna Graf (rechts). © Foto: Klaus Trenz


Heckel ist ein Lehrer der alten Schule gewesen. "Wir haben als Volksschullehrer alle Fächer geben müssen, von der ersten bis zur neunten Klasse", sagt er und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: "Außer Handarbeit und Hauswirtschaft. Selbst Maschinenschreiben musste ich unterrichten, obwohl ich nur mit zwei Fingern schreiben kann."

Ein "Plecher Bub"

Dabei wollte der Jubilar eigentlich Maurer werden. Er ist in Plech geboren und dort in der elterlichen Landwirtschaft aufgewachsen. In Bayreuth hat er Abitur gemacht und dort Lehramt studiert. Während seiner Gymnasialzeit hat er Klavierspielen gelernt. "Das war viel Wert", sagt er. Immer noch gehört es zu seinen Hobbys und seine damaligen Schüler dürften sich noch daran erinnern, dass es schon mal "zwischen Mathe und Deutsch" erst mal ein Lied zur Entspannung gab, so Heckel. Was leicht zu machen war, denn im Klassenzimmer stand ein Klavier. "Die Schüler haben immer gerne mitgesungen", erinnert sich Heckel.

1968 – drei Jahre nach seiner Heirat – ist der "Plecher Bub", wie sich Heckel selbst nennt, als Lehrer nach Betzenstein gekommen, nach Stationen in Untersteinach, Zips und Muggendorf. Am Ende seiner Lehramtstätigkeit unterrichtete er nur noch die siebten bis neunten Klassen. Kurz nach seiner Pensionierung gab es diese nicht mehr; die Betzensteiner Schüler mussten nach Pegnitz und die Volksschule Betzenstein wurde zur alleinigen Grundschule.

Heckel war in Betzenstein auch ehrenamtlich tätig, als Kirchenvorstand und stellvertretender Präsident der evangelischen Dekanatssynode. Zudem engagierte er sich 20 Jahre lang als Ortswaisenrat. Sein Urteil war zum Beispiel gefragt, wenn es um Pflegschaften ging oder die Heirat von Minderjährigen. Seine damalige Aufgabe ist heute am ehesten mit der eines ehrenamtlichen beziehungsweise gesetzlichen Betreuers vergleichbar.

Der vitale Pensionär pflegt nun seine Hobbys. Das ist zum einen die Musik – er spielt auch ab und zu Orgel in der Betzensteiner Kirche – und die Arbeit im großen Garten. Zu seinem Tagesablauf gehört in der Früh das Zeitunglesen. Nicht zuletzt liebt er "die Spaziergänge in der schönen Betzensteiner Umgebung".

Seine Frau Helga, die zwei Kinder – ein Sohn und eine Tochter – sowie fünf Enkelkinder haben Heckel am Montag zum Geburtstag gratuliert. Dritte Bürgermeisterin Johanna Graf (Wählergemeinschaft) überbrachte die Glückwünsche der Stadt Betzenstein.

KLAUS TRENZ

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