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Samstag, 17.08.2019

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Langer Beifall für die Auerbacher Sänger

MGV 1884 setzt mit der Sommerserenade einen weiteren Pluspunkt im musikalischen Schaffen - 15.07.2019 17:12 Uhr

Der gemischte Chor des MGV 1884 Auerbach unterhielt die Gäste im vollbesetzten Foyer der Helmut-Ott-Halle mit einem abwechslungsreichen Programm aus verschiedenen Stilgattungen und Musikepochen. © Foto: Sabine Rühl


MGV-Gesamtchorleiter Markus Weber hatte ein buntes Programm aus verschiedenen Stilgattungen und Musikepochen ausgewählt, das langanhaltenden Beifall erhielt. MGV-Ehrenvorsitzender Rudolf Weber lieferte die Informationen zu den jeweiligen Darbietungen. Zum Auftakt der Sommerserenade erklangen "Fröhlich klingen unsere Lieder" von L. Meierhofer und "Lerchengesang" von F. Mendelsohn-Bartholdy. In den Mittelpunkt wurden dann Kompositionen von Carl Loewe anlässlich seines 150. Todestages gesetzt.

Loewe, der Komponist, Dirigent, Pianist und Organist war, kam am 30. November 1796 in Löbejün bei Halle an der Saale als zwölftes Kind zur Welt und bekam früh durch seine Eltern eine musisch geprägte Erziehung. Ruhm erlangte Loewe auch im In- und Ausland durch den Vortrag seiner eigenen Lieder am Klavier.

Stark von patriotischen Ideen durchdrungen, war er mit seinen Werken bei den Königen von Preußen sehr beliebt und galt lange Zeit als Hohenzollernkomponist schlechthin. Mit dem Namen Loewe verbindet sich in erster Linie die Geltung der Ballade als Ausprägung des Sololiedes im 19. Jahrhundert.

Zu Gehör brachte der Gemischte Chor die 1852 von Loewe vertonte "Uhr" gemäß dem Motto "Was immer im Leben geschah, sie schlug den Takt dazu". Es folgten "An ihren bunten Liedern" T. N. Lenau und "Im Vorübergehn" mit dem Text von J. W. von Goethe, bezogen auf den Umgang mit der Natur und den Frauen. Sandra Weber brillierte beim Solo "Wie herrlich leuchtet mir die Natur" (Text: J. W. von Goethe).

Das weitere Solo "Ständchen" mit Sandra Weber, Ehemann Markus Weber am Klavier und Sohn Julius an der Gitarre spiegelte die Musikalität in der Familie wider. Den "Loewe"-Anteil im Programm schloss der Männerchor mit dem traditionellen Volkslied "Kloster Grabow" wohlklingend ab.

Im zweiten Teil der Serenade brachten die Chöre "Im schönsten Wiesengrunde" von R. Butz, "Kein schöner Land" von M. E. Becker und das Volkslied "Wenn alle Brünnlein fließen" (Männerchor) von F. Silcher zur Aufführung.

Als Kontrastprogramm ertönten dann "Let it be" von John Lemon/Paul Mc Cartney und "Ausgerechnet Bananen", eine Interpretation nach Melodie der Comedian Harmonists, wo das Publikum beim Refrain gefordert war. Bei "Thank you for the music" (Paul Bahnsen) durch den Gemischten Chor agierten Sandra Weber mit Zwischensolo und Karl Meier am Klavier.

Der vor 35 Jahren entstandene internationale Song-Hit "Live is life" und "Jede Minute der Zukunft ist eine Erinnerung an die Vergangenheit" regte zum Mitwippen an. Mit "Neigen sich die Stunden" nach L. Maierhofer fand der abwechslungsreiche Serenadenabend den passenden Abschluss. 

SABINE RÜHL

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