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Kletterasse sind begeistert: Tolle Felsen, toller Kuchen

Fränkische Schweiz gewinnt in der Szene immer mehr an Ansehen - Lob für IG Klettern - 03.07.2019 17:22 Uhr

Spektakuläre Vorführungen gab es nur auf der Slack Line. © Reinl


Spektakuläre Vorführungen, die das Publikum in Atem halten, sind kaum mehr zu sehen. Dafür liegt eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit über dem Königsteiner Naturbad, das für einen solchen Event wie geschaffen scheint. Die Gäste aus aller Welt können sich zum Nulltarif im Wasser erfrischen, sich an Werbeständen und in Workshops informieren und bis nachts feiern, ohne jemanden zu stören.

Dazwischen bleibt genug Zeit, um zu den unzähligen Kletterfelsen in der Fränkischen Schweiz auszuschwärmen, dort sein Können auf die Probe zu stellen oder zuzusehen, wie selbst Stars an der einstmals schwersten Route der Welt, der "Action directe", scheitern.

Nicht nur die Bürgermeister der Frankenpfalz strahlen, wenn dann Weltklasse-Athleten die Qualitäten dieses einzigartigen Klettergebiets in den höchsten Tönen loben. Etwa Katharina Saurwein und Fabian Buhl, die sich auf der Bühne ernsthaft die Frage stellten, ob es im Sinne des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit wirklich weiter zu vertreten ist, dass sie wegen einer Klettertour um die halbe Welt touren bis nach China oder Patagonien. "Vielleicht fahren wir künftig öfter in die Fränkische Schweiz", kündigen sie an.

Den zum Tiroler mutierten gebürtigen Holländer locken dabei nicht nur die Felsformationen: "Vor Jahren habe ich bei einem Zwischenstopp in einem Pegnitzer Café einen unglaublich guten Kuchen gegessen", schwärmt er noch heute.

Gelobt wird auch die Arbeit der IG Klettern, die in diesen Tagen ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Gewürdigt wird nicht nur, dass bestehende Touren gepflegt und gesichert werden, die Szene freut sich auch, dass immer neue Routen erschlossen werden, natürlich unter penibler Beachtung des Naturschutzes. Die Experten wissen das zu schätzen, werden doch in anderen Gebieten zunehmend Reviere gesperrt.

Sponsor spendiert Müllbeutel

Den Königsteiner Bürgermeister freute der Erfolg des Events so sehr, dass er im Namen der Frankenpfalz ein aus alten Seilen recyceltes Sitzkissen ersteigerte, um den Spenden-Erlös für diese Interessengemeinschaft auf 2000 Euro zu hieven. Und weil alles so unproblematisch verlaufen ist, ist das nächste Festival in spätestens zwei Jahren schon vereinbart. Viele Kletterer werden vorher schon wiederkommen, ausgestattet mit Müllbeuteln eines Sponsors, um neben dem Klettern den in der Natur herumliegenden Müll einzusammeln. Besucher von Rock-Festivals sollten sich daran ein Beispiel nehmen.

ISI REINL

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