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Kirchenpfleger Baptist Knörl unter Tränen verabschiedet

Waischenfelder geht nach 24 Jahren in den Ruhestand — Viel erreicht — Stephan Keller ist Nachfolger - 25.03.2019 20:53 Uhr

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Beate Haas, der neue Kirchenpfleger Stephan Keller, Pfarrer Lugun und der scheidende Kirchenpfleger Baptist Knörl. © Foto: Thomas Weichert


Pfarrgemeinderatsvorsitzende Beate Haas hatte sogar Tränen in den Augen, als sie mit ihrer Laudatio die Verdienste von Knörl für die Pfarrei und den katholischen Kindergarten St. Elisabeth Revue passieren ließ. Stadtpfarrer Pater Rajesh Lugun würdigte Knörls große Verdienste als Waischenfelder Kirchenpfleger mit einer Dankurkunde des Erzbistums Bamberg, bei dem Knörl seit 2003 auch Mitglied des Diözesanausschusses ist. Die Dankurkunde trägt auch die Unterschrift von Erzbischof Ludwig Schick.

Bindeglied gewesen

Als Nachfolger Knörls als neuer Kirchenpfleger wurde Stephan Keller in dieses Amt eingeführt. Keller ist seit sechs Jahren Mitglied der Kirchenverwaltung. Der nun scheidende Kirchenpfleger Baptist Knörl aus Heroldsberg, der auch für die Wählergemeinschaft Waischenfeld Land (WWL) in Stadtrat sitzt, war 24 Jahre lang Mitglied der Kirchenverwaltung, davon 21 Jahre lang als Vorsitzender. Knörl war auch immer das Bindeglied zwischen der politischen Gemeinde und der Kirchengemeinde.

Als im Dezember 1997 der Kirchenpfleger Franz Söllner überraschend verstorben war, sprang Knörl ein und übernahm dieses verantwortungsvolle und arbeitsintensive Amt. Unzählige Maßnahmen zum Erhalt und Pflege der kirchlichen Gebäude wurden durch Knörl in dieser langen Amtszeit initiiert und von ihm begleitet.

18 Jahre lang arbeitete Knörl intensiv mit dem früheren Waischenfelder Pfarrer Wolfgang Dettenthaler zusammen, der zu Knörls Verabschiedung von Schlüsselfeld aus ein Grußwort schickte, das während des Gottesdienstes verlesen wurde. So habe Knörl als Kirchenpfleger seinen Blick immer auf die kommende Zeit gerichtet und sich diesen Fragen gestellt.

Wie Dettenthaler schrieb, hat sich Knörl das Vorausdenken zu Eigen gemacht. So konnte die Kirchenverwaltung Entscheidungen treffen, die sich auf Dauer bewähren. Es war ihm immer ein Anliegen, beides zu vereinen: Wandel und Beständigkeit. Dies führte im Einzelfall zu Lösungen, um die gerungen wurde. Zum Beispiel bei der Frage, ob das Elisabethenheim erhalten bleiben oder abgerissen und einem modernem Neubau für den Kindergarten weichen soll.

"Dies waren Diskussionen, die auch bei den Pfarrangehörigen reges Echo hervorgerufen haben. Und es war eine gute Entscheidung der Kirchenverwaltung, hier den Weg in die Zukunft konsequent zu gehen", so Dettenthaler. Diese eine Entscheidung steht stellvertretend für viele kleine oder große Weichenstellungen zur Entwicklung der Pfarrei.

Dabei hat Knörl in seinem Amt immer mehr gesehen als das reine "Bau-Organisatorische". Denn in jedem Gebäude der Kirche arbeiten Menschen. Ihre Wünsche und Bedürfnisse in Einklang zu bringen — mit den Bedürfnissen der Pfarrei und des Kindergartens — war ihm sehr wichtig. Er kannte alle, die für die Kirche arbeiten und hatte ihre persönliche Situation im Blick.

Wichtig war ihm immer von der Verwaltungsseite eine gute Grundlage für ein aktives Pfarrleben zu ermöglichen. Neben Knörl wurden Hans-Jürgen Fiedler und Johannes Richter verabschiedet, die sechs Jahre lang der Kirchenverwaltung angehörten. Neu ins Amt als Kirchenräte eingeführt wurden Franz-Joseph Löhr, Maria Brendel und Lothar Mai.

THOMAS WEICHERT

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