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Jubiläum mit Erfolgsmusical "Joseph"

Pegnitzer Chor Lingua musica feiert Ende Juni sein 25-jähriges Bestehen - 07.05.2019 23:59 Uhr

Der Pegnitzer Musiklehrer und Chorleiter von Lingua Musica, Michael Starke, komponiert auch selbst Stücke. © Foto: Frank Heidler


Dieses neue Pflänzchen in der Pegnitzer Chorlandschaft wurde damals von Michael Starke, Manuela Aures und Markus Deiml aus der Taufe gehoben. Inzwischen gehört von der allerersten Probe nur noch Starkes Ehefrau Birgit dem Ensemble an. Die meisten der übrigen 25 bis 35 Sängerinnen und Sänger "kamen so Anfang der 2000er Jahre zu uns", erinnert sich der umtriebige Chorleiter.

Zum Jubiläum wird es eine Neuauflage des Musicals "Joseph" von Andrew Lloyd Webber geben. Ein Musical hatten sich Chormitglieder nach zwei Jahren ausschließlichem Klassik-Repertoire gewünscht.

Die Aufführung von "Joseph" steigt am Sonntag, 30. Juni, um 20 Uhr in der Aula des Pegnitzer Gymnasiums. Die ersten Stücke für dieses Musical wurden bereits im vorigen Herbst geprobt, seit diesem Januar läuft, so Starke, die "intensivere Probenphase". Besucher können sich auf rund 80 Minuten Musikgenuss freuen. Zwischen erstem und zweitem Akt gibt es eine kurze Pause.

Chorleiter Michael Starke wird sich aufs Dirigieren konzentrieren können. Seine Chormitglieder müssen für den großen Tag in der Schulaula sämtliche Stücke und Texte auswendig lernen.

Regie wird die Pegnitzerin Rebecca Brinkmann führen, sie übernimmt als Sängerin auch den Solopart als Mezzosopranistin. Von ihr stammt auch der Entwurf des Bühnenbildes. Die männlichen Gesangssoli werden von Alexander Krüger und Christian Haag gestaltet.

Kleinere Gesangsrollen werden von Chormitgliedern bestritten: Birgit Starke, Ilka Mathey und Lina Lottes. Für den passenden Sound sorgt ein gemischtes sinfonisches Orchester, in dem Musikstudenten und Bläser der KSB-Kapelle mitwirken. Zusätzlich zu einer Band mit Schlagzeug, Klavier und Bass werden Flöte, Saxophon, Trompete und Horn zu hören sein.

Starkes "schwierige Suche nach einem geeigneten Pianisten" war mit der Zusage des Nürnberger musikalischen Tausendsassas Udo Reinhardt von Erfolg gekrönt. Ein alter Bekannter von Starke übernimmt auch den Technik-Part: Martin Wenzel ist am Mischpult für das richtige Aussteuern von Licht und Ton verantwortlich.

Gospel und Geistliches

Mit der Aufführung von "Joseph" besinnt sich Lingua musica auch wieder an seine Anfänge. "Wir haben in den ersten zwei, drei Jahren nur Gospel und neue geistliche Sachen gemacht." Später wurden immer mehr Opern, Oratorien und Motetten einstudiert.

Geprobt wurde nur ganz vereinzelt im Pegnitzer Gemeindehaus, später fast ausschließlich im Gemeindehaus Hainbronn. Für einzelne Projekte pendelten schon Sänger aus Auerbach, Plech oder Creußen zu den Chorproben.

Bei den Aufführungen konzentrierte sich Lingua musica zunächst nur auf die beiden Pegnitzer Gemeindehäuser, "dazwischen war auch mal eine Hochzeit außerhalb". Später wurde das Vokalensemble auch zu auswärtigen Events eingeladen. 2016 ins Kloster Speinshart, nach Auerbach, in die Bayreuther Erlöserkirche oder auch zum "Fest der Ökumene" auf dem Freiplatz vor dem Bayreuther Finanzamt. Auch im Bayreuther Gemeindehaus wurde schon gesungen. Beinahe exotisch war der Aufführungsort von "Jesus Christ Superstar" in der Sophienhöhle nahe Burg Rabenstein.

Der frühere Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk sorgte mit seinem Humboldt-Kulturforum auch für Auftritte in Goldkronach. Als einer von drei Chören wirkte der Pegnitzer Chor im Vorjahr an der Zentralen Reformationsfeier des Kirchenkreises in Coburg mit. Normalerweise studierte Starke jedes Jahr mit seinem Vokalchor ein neues Stück ein.

Das hätte sich Michael Starke nicht träumen lassen, als er — damals noch Musikstudent — die Chorarbeit startete. "Wenn man Musik studiert, will man das, was man lernt, auch anwenden." Im Kern geht es dem leidenschaftlichen Musiker um die "Weitergabe der Freude an der Musik".

VON FRANK HEIDLER

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