Sonntag, 20.10.2019

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Holzbockkäfer ade: Kirche in schwarz-rot-gold

Gas machte Ungeziefer in Hubenberger Gotteshaus den Garaus - 04.11.2015 18:27 Uhr

Das war eine Attraktion für Fotografen: Die Marienkirche in Hubenberg war tagelang in eine schwarz-rot-goldene Plane gehüllt. Darunter wurde mittels Gas dem Holzbockkäfer der Garaus gemacht. © Foto: Thomas Weichert


Der Vorsitzende des Kirchenbauvereins Hubenberg, Dietmar Müller, schlägt Alarm. Die Begasung selbst kostet rund 12 000 Euro. Mit dem ist es aber nicht getan, da weitere Sanierungsmaßnahmen am Gebälk durchgeführt werden müssen. Zerfressene Balken müssen ausgetauscht werden und der Glockenturm hängt schon schief und muss gerichtet werden. Außerdem müssen Spannbänder eingezogen werden, damit das Mauerwerk nicht noch weiter einreißt, sagt Müller. Er schätzt die Gesamtkosten für die nötigsten Sanierungsmaßnahmen auf rund 50 000 Euro.

Ein Betrag, der vom Kirchenbauverein nicht zu schultern ist. Von der Erzdiözese Bamberg gibt es zwar einen Zuschuss von 20 Prozent. Dann klafft aber immer noch eine Finanzierungslücke von 40 000 Euro. Ein Betrag der vom Kirchenbauverein, der außer Müller kein Mitglied mehr hat, nicht zu schultern ist. Auf dem Papier besteht der Kirchenbauverein, der nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde, zwar noch, aber die Gründer sind verstorben. Eigentlich sind alle katholischen Einwohner des Dorfes Mitglieder im Kirchenbauverein, meint Müller. Einen Mitgliedsbeitrag gibt es aber nicht. Bisher jedenfalls noch nicht. „Darüber sollte man im Ort aber einmal nachdenken“, meint Müller.

Denn alleine von der Kollekte der Gottesdienste, die nur alle zwei Wochen stattfinden, könnte man das Gotteshaus auf Dauer nicht erhalten. Bei der Stadt Waischenfeld hat Müller bereits auch schon einen Zuschussantrag gestellt, über den der Stadtrat aber noch befinden muss.

THOMAS WEICHERT

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