Mittwoch, 20.11.2019

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Hoher Aufwand für Outdoor-Tag kaum zu stemmen

Veranstaltung des Plecher Heimatvereins soll künftig nur noch alle zwei Jahre stattfinden - 13.06.2019 10:00 Uhr

Start der Läufer beim Outdoor-Tag Plech. Die Veranstaltung soll künftig im zweijährigen Turnus durchgeführt werden. Der Heimatverein sieht sich nicht in der Lage, das Ereignis jedes Jahr durchzuführen. © Foto: Udo Schuster


Dies sei der Tatsache geschuldet, dass mit der Veranstaltung ein enormer Planungs- und Organisationsaufwand verbunden sei. Trotz der "erstaunlich" vielen freiwilligen Helfer, die "wir für die direkte Durchführung" gefunden haben, müssten "doch alle Fäden in der Hand" gehalten werden, so Heisinger. Zwar gebe es ein "Organisationsteam", aber dennoch bliebe alles mehr oder weniger an ihr hängen, ergänzte sie.

Einsatz in der Freizeit

"Dies ist neben dem Beruf nur mit dem Einsatz sämtlicher Freizeit und der vollen Unterstützung meiner Familie zu stemmen", fügt sie hinzu. Sie weist darauf hin, dass der Heimatverein Plech kein Sportverein sei. So hätte man "unterschiedliche Schwerpunkte, die berücksichtigt werden" müssten.

Die zirka 300 Mitglieder wären neben der Pflege der Wanderwege und dem Wandern auch mit der Brauchtumspflege, wie der Osterbrunnen, diverser Theaterstücke und Aufräumaktionen ausgelastet. Schließlich planten potentielle Sponsoren ebenfalls eher "langfristig". Alles in allem habe sich das Ereignis als "so positiv eingebrannt", dass auf eine Neuauflage eher von Helferseite gedrängt würde.

Ob 2020 ein erneuter Plecher Outdoor-Tag stattfindet, bejaht die Vorsitzende zwar nicht ausdrücklich. Sie lässt aber durchblicken, dass für das Jahr 2020 durchaus noch Kapazitäten frei wären. Ganz entscheidend sei auch, ob genügend Sponsoren gefunden würden. Denn man wolle die Teilnehmerbeiträge "moderat" halten. Deshalb sei eine kostendeckende Durchführung der Veranstaltung ohne Geldgeber "keinesfalls" möglich, ergänzt Heisinger.

Insbesondere kommen hier Sportartikelhersteller als Sponsoren in Frage. Denn letzten Endes handle es sich um ein "Outdoor-Sport-Event". Heisinger ließ aber auch anklingen, dass auch der Fremdenverkehr in der Fränkischen Schweiz und der FrankenPfalz durchaus ein Interesse an der Unterstützung der Veranstaltung hätten.

Sie betont, dass es Möglichkeiten zur Förderung im Rahmen der EU-Maßnahme "Leader" gebe. Dieses Förderprogramm dient innovativen Aktionen im ländlichen Raum und wird über das Bayerische Landwirtschaftsministerium abgerufen. Der direkte Ansprechpartner für den jeweiligen Verband sei jedoch die Lokale Aktions-Gemeinschaft (LAG) Bayreuth Land.

Birgit Weber von der LAG erklärt, dass oftmals erst eine Idee der Interessierten entstünde. Der beim Landratsamt Bayreuth angesiedelte Verein kläre dann ab, ob die Voraussetzungen für eine EU-Förderung "Leader" vorliegen. "Wir beraten auch Verbände inhaltlich."

Insgesamt gebe es in Bayern derzeit 68 derartige Initiativen, die sich das "ehrenamtliche Bürgerengagement im ländlichen Raum" auf die Fahnen geschrieben hätten, erklärt Weber. Im Rahmen von Maßnahme der Europäischen Union könnten Kleinprojekte wie der Plecher Outdoor-Tag mit bis zu 2500 Euro gefördert werden.

Wichtig war ihr jedoch zu betonen, dass jedes potentielle Förderprojekt durch ein "Entscheidungsgremium" müsse, das unter anderem mit Fremdenverkehrsvereinen, kirchlichen Gruppen und sonstigen Verbänden besetzt sei.

Stets stünde vor Antragstellung beim Amt für Landwirtschaft und Forsten eine entsprechende Mehrheitsentscheidung des eben genannten Gremiums. Die Beschäftige des LAG Bayreuth Land hebt hervor, dass es hier keinesfalls zu "Hinterzimmer-Entscheidungen" käme. Vielmehr würde offen diskutiert und abgestimmt.

VOLKER SCHMITT

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