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Hirtenhaus wird Treffpunkt der Dorfbewohner

Historisches Gebäude in Zips wird zum Gemeinschaftshaus umgebaut — Kosten betragen 242 000 Euro - 20.12.2018 13:03 Uhr

Das Hirtenhaus in Zips wird umgebaut und künftig von den Dorfbewohnern als Gemeinschaftshaus genutzt. Die Kosten der Sanierung betragen 242.000 Euro. © Ralf Münch


Auf Grundlage dieser Planung wird dem Amt für Ländliche Entwicklung ein Zuschussantrag vorgelegt. Über die Förderinitiative "Innen statt Außen" ist ein Fördersatz bis zu 90 Prozent möglich, so Bürgermeister Uwe Raab (SPD).

Architekt Andreas Bürmann stellte die Maßnahmen vor. Das Hirtenhaus präge das Ortsbild von Zips mit, so Bürmann. Das Haus hat einen Sandsteinsockel, eine Ziegelfassade, Fenstergewänder aus Sandstein, einen Dachreiter mit Zwiebelhaube samt einen bekrönenden Kranz. Die Glocke erschalle täglich in Zips; Anni Pühl ziehe am Seil, so der Planer, der von einer akustischen Identifikation sprach. Künftig soll ein Motor im Glockenturm die Arbeit übernehmen.

Freifläche für Feste

Die Freifläche bis zum Feuerwehrhaus könne für Veranstaltungen, etwa das Grillfest der Feuerwehr, genutzt werden. Dieser Bereich könne eingeebnet werden, damit auch ein großes Zelt Platz darauf hat. Gleich daneben soll ein überdachter Freisitz entstehen, wo Radfahrer bei schlechtem Wetter Unterschlupf finden, aber auch die Dorfjugend ihr "erstes Zigarettla rauchen" könne, so Bürmann. Zwei Parkplätze sollen angelegt werden, wo auch ein Toilettenwagen abgestellt werden kann.

Im Erdgeschoss sollen Wände entfernt werden, um einen dann 24 Quadratmeter großen Raum für zirka 26 Personen zu schaffen. Im ehemaligen Stallbereich werden Toiletten eingebaut. Da das Gelände vor dem Hirtenhaus angepasst wird, können auch Rollstuhlfahrer barrierefrei in das Gebäude kommen. Neue Türen und Fenster sowie eine komplett neue Haustechnik mit Wlan sind ebenfalls vorgesehen.

Das Obergeschoss mit seinen Dachschrägen wird von der Dorfgemeinschaft nach der Sanierung vor allem als Abstellplatz für Dekomaterial (Weihnachtskrippe, Osterbrunnen) benutzt. Neu gemacht wird das Dach, allerdings könne man auf eine Dämmung verzichten, da sich die Dorfgemeinschaft voraussichtlich nur etwa 15 bis 20-mal in dem Haus treffe, davon fünfmal im Winter.

Breite Unterstützung

Bürmann erklärte, all die Maßnahmen hätten die breite Unterstützung der Bewohner von Zips, mit denen er sich umfassend abgestimmt habe.

Peter Kotzbauer (CSU) fragte, ob es möglich sei, Dachgauben anzubringen. Der Architekt sagte, dies sei nicht notwendig, da mehr Raum nicht erforderlich sei. "Das Haus wird nur sporadisch genutzt." Hans Hümmer (FWG) war der Meinung, dass eine Dachdämmung sinnvoll sei. Bürmann entgegnete, man könne darauf verzichten, da zum einen Kosten von 20 000 Euro entstehen, zum anderen das Hirtenhaus ja nur an wenigen Tagen im Jahr besucht werde. Deshalb reiche für den Versammlungsraum ein Heizofen aus; die Nassräume würden elektrisch beheizt.

Die Option mit der Dämmung solle man in den Zuschussantrag aufnehmen, so Raab, der diesbezüglich mit dem Amt für Ländliche Entwicklung noch Gespräche führen wird. Karl-Heinz Rödl (FWG) warnte vor Schwitzwasser und Schimmelbildung, die bei einer Zwischendämmung auftreten können.

Lob für gelungene Planung

Karl Lothes (SPD) begrüßte die gelungene Planung und freute sich, dass ein prägendes Bild von Zips wiederhergerichtet wird. Michael Förster (PEG) sagte, das Gebäude sei in einem sehr schlechten Zustand. "Es ist richtig, dass wir es jetzt anpacken. Ich hoffe, dass zügig die ersten Schritte erfolgen." Thomas Schmidt (FWG) erkundigte sich, ob die Sirene wieder auf das Hirtenhaus kommt. Bauamtsleiter Manfred Kohl konnte beruhigen. Diese komme auf einen Mast. Der Umbau soll laut Kohl 2020 erfolgen. "Der Umbau ist das i-Tüpfchelchen in der Dorferneuerung von Zips", sagt Bürgermeister Raab. 

HANS-JOCHEN SCHAUER

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