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Hilfefristen nicht gewahrt: Neues Gerät für Wehren

Kreis gibt für Brandschutz zusätzlich 350 000 Euro aus - Drehleiter für Bindlach - 07.05.2019 23:44 Uhr

Wegen seiner hohen Gebäude soll Bindlach zur Wahrung der vorgeschriebenen Hilfsfrist eine Drehleiter bekommen. © Richard Reinl


Mit rund 275 000 Euro geht der größte Förderbetrag nach Bindlach, wo die Feuerwehr eine 750 000 Euro teure Drehleiter braucht, um bei den zahlreich vorhandenen höheren Gebäuden den zweiten Rettungsweg sichern zu können. Erhebungen hatten ergeben, dass die nächste Drehleiter aus Bayreuth nicht in der vorgeschriebenen Frist zur Verfügung steht.

Waischenfeld will das Wechselladersystem seiner Wehr, bei dem schon Container für Technische Hilfeleistung, Aufenthalt, Hochwasser und Sturm/Absturzsicherung zur Verfügung stehen, um die Komponente Wasser ergänzen, damit vor allem bei Drehleitereinsätzen die Versorgung mit Löschwasser besser ist. Dafür soll das vorhandene Löschgruppenfahrzeug 16/12 an die Wehr Breitenlesau/Siegritzberg abgegeben werden. An dem gut 100 000 Euro teuren Wasser-Container beteiligt sich der Kreis mit knapp 50 000 Euro, bei der Stadt verbleibt nach Abzug aller Zuschüsse ein Eigenanteil von gut 20 000 Euro.

Bei der Feuerwehr Plankenfels soll ein zwölf Jahre altes Mehrzweckfahrzeug, das nicht mehr den technischen Anforderungen entspricht, durch ein 80 000 Euro teures Einsatzabschnittsleiterfahrzeug ersetzt werden. Der Kreis steuert einen Festbetrag von 6000 Euro bei.

Pegnitz kauft Einsatzleitwagen

Für die Feuerwehr Trockau war im Beschaffungsplan eigentlich nur ein Ersatz für das 25 Jahre alte Mehrzweckfahrzeug des Löschzugs eingeplant. Wegen der ständig steigenden Anforderungen auf der A9 erachtet es die Stadt Pegnitz jetzt aber für zwingend, die Wehr stattdessen mit einem Einsatzleitwagen ELW1 zu ertüchtigen. Der Kreiszuschuss bleibt mit 6000 Euro gleich. Der Feuerwehrverein hat 10 000 Euro bereit gestellt und bei der Regierung von Oberfranken sind 31 500 Euro Förderung beantragt, sodass der Stadt ein Eigenanteil von 67 500 Euro bleibt.

Der Malteser Hilfsdienst Waischenfeld ist neben dem BRK beim Sanitätsdienst ein Eckpfeiler im örtlichen Katastrophenschutz. Da beim rund 25 Jahre alten Mannschaftstransportwagen mit einem spontanen Totalausfall gerechnet werden müsse, soll für 35 000 Euro ein neues Fahrzeug gekauft werden. Der Kreis beteiligt sich mit 17 500 Euro. 

RICHARD REINL

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