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Herbert Hautmann feiert seinen 85. Geburtstag

Beliebter Geistlicher springt in der gesamten Fränkischen Schweiz ein - Als Jugendlicher wollte er Orchestermusikers werden - 07.05.2019 23:46 Uhr

Von links: Ruhestandpfarrer Wolfgang Kuntze, die Schwester des Jubilars Magdalena Dersch aus Straubing, der Jubilar Monsignore Herbert Hautmann, Pfarrvikar Dominik Urban und Kirchenpfleger Johann Böhmer.


In seiner Kindheit entwickelte er eine Vorliebe für Musik. Bei der Abiturfeier 1954 in Regensburg begleitete er mit einem Bratsche-Solo. Damals konnte er sich den Beruf des Orchestermusikers vorstellen. Nach einem Studium in Königstein im Taunus, an der Universität München und an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Bamberg fühlte er sich allerdings berufen.

Am 13. März 1960 wurde er in Bamberg zum Priester geweiht. Seine anwesende Schwester Magdalena Dersch aus Straubing sagte über ihn: "Er war schon immer ein liebenswerter Mensch, bescheiden und hilfsbereit. Wir beide haben als Kinder immer zusammengehalten."

Seine erste Wirkungsstätte stellte sich in St. Michael in Nürnberg und 1964 bis 1977 St. Bonifaz in Bad Windsheim ein. Es folgten in den Jahrzehnten Pfarrstellen in Fürth, Bad Steben, Schwarzenstein und Schwarzenbach am Wald. Seit 2009 wirkt er in Gößweinstein.

Das Telefon stand am 85. Geburtstag nicht still. Und Pfarrer Herbert Hautmann kannte sie alle noch, freute sich und hatte für jeden für ein paar ermunternde Worte Zeit. Er wollte keine persönlichen Geschenke, besonders nichts, was man abstauben muss, meint er verschmitzt. Lieber wünschte er sich eine kleine Spende für die Wallfahrtskirche Maria Loreto in Altkinsberg, das liegt zwischen Waldsassen und Eger. "Dort habe ich als Elfjähriger das Ende des 2. Weltkrieges hautnah erlebt."

Der 85. Geburtstag war für Pottensteins Pfarrvikar Dominik Urban und dem Pottensteiner Kirchenpfleger Johann Böhmer Anlass, dem verdienten Seelsorger einmal danke zu sagen. "Wir wünschen ihm Gesundheit, Gottes Segen und danken ihm für sein ständiges Segenswirken in unseren vier Pfarreien im Seelsorgebereich Pottenstein. Er ist immer da, wenn wir ihn brauchen," sagte Pfarrvikar Urban. "Es ist ein Segen für die momentane gute und regelmäßige Versorgung für unsere Pfarrgemeinden", ergänzte Johann Böhmer.

Auch Konrad Polster, der Kirchenbirkiger Kirchenpfleger, würdigte die unkomplizierte und nette Art des Priesters und hofft, dass er den Pfarreien noch sehr lange erhalten bleibt.

Spazierengehen und beten

Fit hält sich der liebenswerte, rüstige Geistliche mit einem ein- bis zweistündigen täglichem Spaziergang im nahen Wald, bei dem er sich gut in der Natur erholen könne, wie ersagt.

"In der Tasche habe ich immer einen Rosenkranz und während des Spazierengehens bete ich ihn", verrät Hautmann gefragt nach seinem Vitalrezept, schmunzelnd.

VON ROSI THIEM

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