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Montag, 14.10.2019

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Handballer der SG Auerbach/Pegnitz steigen ab

Mannschaft verliert mit 20:28 Toren im Rückspiel der Relegation bei der HSG Dietmannsried/Altusried - 26.05.2019 22:40 Uhr

Anders als im Hinspiel sprang für das Team von Ralf Weiß (in Blau, links) und Spielertrainer Matthias Schnödt (in Blau, rechts) im Rückspiel gegen die HSG Dietmannsried/Altusried kein Sieg heraus: Die SG Auerbach/Pegnitz steigt in die Bezirksoberliga ab. © Archivfoto: Klaus Trenz


Dabei waren die Gäste durchaus mit Selbstvertrauen, vor allem aber mit hervorragender Unterstützung von der Tribüne in die Partie gegangen. Annähernd 100 SG-Fans unter den 500 Zuschauern hatten den weiten Weg ins Allgäu auf sich genommen, um mit ihrem Team den Klassenverbleib zu stemmen.

Dennoch kamen die Gastgeber deutlich besser ins Spiel, nutzten die ersten vergebenen Bälle der Blau-Weißen zu schnellen Gegentoren und lagen bereits nach sechs Minuten mit 4:0 in Front. Schon jetzt mussten die Gäste versuchen, über eine Auszeit den Spielfluss der HSG zu stören. Doch mehr als ein Strafwurftor durch Maxim Pankraz sprang nicht heraus, sodass die Allgäuer ihren Vorsprung bis zur 10. Minute auf 6:1 ausbauen konnten. Immer wieder profitierten sie dabei von nicht genutzten Chancen und Ballverluste der SG.

Schnell wurde klar, dass die Angriffsbemühungen der Mannschaft um Spielertrainer Matthias Schnödt an diesem Tag noch nicht einmal den eigenen Ansprüchen nahe kommen, geschweige denn für ein Spiel dieser Brisanz ausreichen würden. Reihenweise scheiterte die SG an der anfangs mehr als engagierten Abwehr des Heimteams. "Wir haben uns in den letzten Jahren bewusst zurückgehalten, die Leistungen der Schiedsrichter zu kritisieren, aber das heutige Gespann hat in einigen Situationen auf mich überfordert gewirkt" bedauerte Paul Rupprecht so manchen ausgebliebenen Pfiff. "Thomas Wilke zum Beispiel wurde mehrmals im Wurf geschoben, ohne dass es gepfiffen wurde." Allerdings wollte er die Leistung der Unparteiischen keinesfalls für die Niederlage verantwortlich machen. "Ärgerlich waren manche Entscheidungen schon, aber verloren haben wir das Ding ganz alleine."

Zunächst jedoch kamen die Gäste nun etwas besser ins Spiel und konnten den Rückstand nach 15 Minuten auf ein erträgliches Maß verringern (8:5). Leider schlich sich in der Folgezeit erneut der Fehlerteufel in die blau-weißen Reihen und so ließ man zu, dass kurz nachdem Maxim Pankraz beim Stand von 10:6 einen Strafwurf vergeben hatte, die Hausherren einen Zwischenspurt starteten und die Anzeigentafel bis zur 25. Minute auf 13:6 drehten. Alexander Tannenberger und Matthias Schnödt stellten dann den Pausenstand von 13:8 her.

Die zweite Hälfte begann zwar mit einem Treffer für die Hausherren, doch die Gäste hielten in dieser Phase besser dagegen und so sah der Zwischenstand nach etwas mehr als vier Minuten und einem 1:4-Lauf durchaus vielversprechend aus (15:12). Nur noch drei Tore Rückstand und die SG hatte ja noch die beiden Treffer aus dem Hinspiel. Der Klassenverbleib war wieder in greifbarer Nähe und selbst das 16:12 durch die HSG ließ die Hoffnung der Gäste noch nicht schwinden. "Beim 15:12 hatte ich wirklich den Eindruck, das Spiel würde in unsere Richtung kippen" sagte Paul Rupprecht. "Dann allerdings muss Valentin aus für mich unerklärlichen Gründen für zwei Minuten auf die Bank und der Gegner erzielt mehrere leichte, letztlich vorentscheidende Tore."

Warum Torhüter Valentin Kroher zusammen mit einem HSG-Spieler eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam, war nicht wirklich ersichtlich, doch die Allgäuer nutzten die Verwirrung der Gäste und zogen bis zur 39. Minute vorentscheidend auf 19:12 davon. "Ab diesem Zeitpunkt zeigten sich auch erste Auflösungserscheinungen in unserer Abwehr und der Gegner hatte es leicht, seine Tore zu erzielen" so Rupprecht. "Aus dem gebundenen Spiel heraus waren sie gar nicht so erfolgreich, aber unsere Fehler und vergebenen Möglichkeiten haben die einfachen Treffer über die Zweite Welle ermöglicht."

Die Gastgeber konnten das Spiel nun nach Belieben verwalten, erhöhten zwischenzeitlich auf 28:17 und ließen nur noch ein wenig Ergebniskosmetik zu. "Sicher ist im Moment nur, dass wir abgestiegen sind", erklärte Paul Rupprecht auf die Frage nach der Zukunft des Handballs in Auerbach und Pegnitz. "Dazu kann ich zum derzeitigen Zeitpunkt noch überhaupt nichts sagen. Jetzt stehen erst einmal vier lange Stunden Busfahrt an, auf der wir ein wenig unsere Wunden lecken können und dann werden wir in den nächsten Wochen sehen, wie es weiter geht."

HSG Dietmannsried/Altusried: Schmidt, Bernhard (2), Feigele (5/2), Schneider (8), Fleschutz (2), Berkessel, Kreuzer (7), Meggle (2), Aniser (1), Häufele, Rucht (1), Làzlò, Stölzle.

SG Auerbach/Pegnitz: Kroher, Seiffert, Tannenberger (6/1), Weiß (2), Bürger, Brendel-Suchanek, Edtbauer, Schnödt (3), Hofmann A., Pankraz (4/2), Hackenberg (1), Schalanda (1), Neuß (1), Wilke (2).

 

HARALD WEIDMANN

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