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Hainbronn: Roland Berner fordert mehr Sicherheit für Radler

ADFC-Chef möchte einen speziellen Fahrstreifen durch den Ortn - 16.08.2018 18:12 Uhr

Roland Berner fährt auf der Straße durch Hainbronn in Richtung Weidlwang. © Ralf Münch


"Der Radverkehr durch Hainbronn wird zunehmen", sagt Berner. Ursache dafür sei der Radweg von Hainbronn nach Weidlwang sowie die noch anstehende Sanierung des Flurweges von der Realschule in Richtung Hainbronn sein. Gerade dieser Weg werde von Schülern häufig genutzt. Deshalb plädiert er dringend für Fahrbahnmarkierungen auf der Straße, die eine viel genutzte Verbindung zwischen Pegnitz und Auerbach ist.

Die Fahrbahn ist nach Ansicht von Berner breit genug für einen solchen Schutzstreifen. Diese sind durch eine Leitlinie abgegrenzte Bereiche der Fahrbahn, zur bevorzugten Nutzung durch den Radverkehr. Ein Befahren dieser Streifen durch Fahrzeuge ist im Bedarfsfall erlaubt. Der Großteil des Autoverkehrs sollte aber außerhalb dieses Streifens erfolgen.

Berner beruft sich auf das Radverkehrshandbuch der obersten Baubehörde des Bayerischen Staatsministeriums, in dem eine Fahrbahnbreite von sieben Metern vorgeschrieben wird. Und er hat an verschiedenen Stellen nachgemessen. "Es sind zwischen 7,15 und 7,20 Meter", sagt er. Nur an einer Stelle oberhalb des Zechthofes sind es 6,80 Meter. Die Streifen für die Fahrradfahrer sollten seiner Ansicht nach beidseitig der Straße verlaufen und jeweils 1,25 Meter breit sein.

Berner scrollt auf seinem Handy durch die Bilder und zeigt Beispiele. "In anderen Städten gibt es das auch", sagt er. Und die Autofahrer dürften auf dem Radstreifen auch fahren, wenn sich niemand darauf befindet. Aber es wäre eben ein Schutzraum für die Radler.

Roland Berner wünscht sich eine Fahrbahnmarkierung in Hainbronn, damit Radfahrer besser geschützt sind. © Foto: Münch/Montage: Berner


Was noch fehle in Hainbronn ist der Mittelstreifen auf der Fahrbahn. "Der sollte auch schon lange gemacht werden." Und eine drohende Unfallgefahr sieht er auch an der Einmündung zum Zechthof. Dort müssen die Radfahrer, die von Pegnitz auf der Straße kommen, ein Stück nach rechts auf den Radweg wechseln. "Wenn da gleichzeitig ein Auto aus dem Zechthof herauskommt, zum Beispiel auch ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr, die dort stationiert ist, wird es gefährlich", so Berner. Bisher sei noch nichts passiert. "Aber es muss nicht erst etwas vorkommen, besser es gibt vorher Schutzmaßnahmen."

Es hat ein Ortstermin zu den Fahrbahnmarkierungen mit der Polizei, der Stadt Pegnitz, dem Landratsamt mit seinem Fachbereich Verkehr, dem Staatlichen Bauamt sowie der zuständige Straßenmeisterei stattgefunden, bestätigt Bürgermeister Uwe Raab auf Nachfrage. "Grundsätzlich wird eine Markierung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer befürwortet, in diesem Fall ist die Straße aber zu schmal", so Raab weiter. Der asphaltierte Bereich sei vor Ort 6,30 Meter breit.

Würde man die Randpflaster hinzunehmen, würde eine Breite von 6,90 Metern zur Verfügung stehen. Die Regelbreite der Fahrradstreifen betrage 1,50 Meter und könne in Ausnahmefällen auf eine Mindestbreite von 1,25 Meter verengt werden. "Für den motorisierten Begegnungsverkehr muss jedoch auch eine Mindestbreite von 4,50 Metern, besser 5,50 Metern gewährleistet werden", so der Bürgermeister. So ergebe sich, dass die Straße um wenigstens zehn Zentimeter zu schmal ist. Eigentlich dürfe nur die Schwarzdeckenbreite zur Beurteilung herangezogen werden, sodass davon bei der Mindestbreite des Radstreifens nur 3,80 Meter für den Begegnungsverkehr verblieben.

Für die Sicherheit auf diesem Staatsstraßenabschnitt jedoch würde eine Fahrradstreifenmarkierung nicht dienen, so Raab. Sie würde eher eine Scheinsicherheit entstehen lassen. "Längerfristig sehe ich nur die Möglichkeit einer alternativen Streckenführung als Lückenschluss der beiden Fahrradwege Realschule-Hainbronn und Hainbronn-Weidlwang zur weiteren Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Radverkehr durch Hainbronn", sagt der Bürgermeister.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept "Pegnitz 2030" sehe für Hainbronn eine Dorferneuerung vor. Hier müssten Überlegungen und Planungen in diesem Sinn angestrebt werden, so Raab. 

FRAUKE ENGELBRECHT

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