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Gute Basis für die Dorferneuerung in Püttlach

Arbeitskreise legten in Bürgerversammlung erste Zwischenbilanz vor - 26.09.2014 18:01 Uhr

Das Dorfkreuz soll in Richtung Kapelle versetzt werden. © Reinl


Das zeigte die Bürgerversammlung mit Bürgermeister Stefan Frühbeißer und Thomas Müller vom Amt für Ländliche Entwicklung im Gasthaus Persau-Haas, bei der die Arbeitskreise „Dorf“ und „Flur“ Zwischenergebnisse präsentierten. Thomas Müller lobte den Fleiß in den Arbeitskreisen „Dorf“ und „Flur“. Im März fand eine gemeinsame Begehung des Dorfs und seiner Umgebung statt, es gibt regelmäßige Treffen und es wird der Maßnahmenkatalog für die Arbeiten erstellt. Planmäßig soll 2015 das Verfahren eingeleitet werden.

Helmut Sklenarsch, Sprecher Arbeitskreis Flur, berichtete, dass sich die 23 Mitglieder die Entwicklung von zwei Hauptthemen gesetzt haben. Einmal geht es um „Bestand Nutzung/Ökologie“, zum anderen um „Bestand Wege und Entwässerung“. Durch die Analysen wurden Schwächen in der Infrastruktur, in Land- und Forstbewirtschaftung, Natur und Landschaft und im Tourismus festgestellt.

Beispielsweise könne der Ort Püttlach vom Schwerlastverkehr nur über Hohenmirsberg angesteuert werden. Die Straßen- und Brückenverbindungen nach Trockau und Oberhauenstein sind zu klein und in schlechtem Zustand. In der Land- und Forstbewirtschaftung wurden unzureichende Vorflutmaßnahmen oder fehlende Entwässerungsgräben festgestellt. Bei Starkregen verwüsten die Wasserfluten häufig Wege und Äcker, Erde werde abgeschwemmt, auch die Erosion ist bei den steilen Hanglagen ein Thema.

Mangelhafte Flächenpflege

Weiter gibt es eine schwierige oder ganz fehlende Flächenpflege im Talraum, aber auch ein Wanderparkplatz im Ort wird vermisst. Im Gespräch sei eine Auflösung der bestehenden Rechtlerfläche. Insgesamt, so Sklenarsch, gibt es eine Liste mit 41 Punkten zu Ist- und Soll-Zustand, zu diesen Problemen werden Lösungsvorschläge erarbeitet.

Für den Arbeitskreis „Dorf“ erklärte Horst Lautner, dass hier ebenfalls Stärken und Schwächen analysiert wurden. Der Blick galt Verkehrsflächen, Freiflächennutzung, Gehölzbeständen, Infrastruktur, Gebäudenutzung, Gebäude- und Bauflächenpotenzial, Siedlungsentwicklung und Ortsbild bis zu Ortsgeschichte, Kultur und Dorfökologie.

Bei der Bürgerversammlung wurde auch um Meinungen zum Standort des Dorfkreuzes gebeten. Unter den jetzigen Gegebenheiten zeichnete sich eine mehrheitliche Tendenz ab, dies in Richtung Kapelle zu versetzen. Den Reaktionen auf die Umfrage zum Thema Hausnummern und Straßennamen ist zu entnehmen, dass eine Mehrheit alles so lassen will, wie es ist, also keine Straßenbenennungen und folglich keine Umnummerierung der Anwesen. Mit einer guten Beschilderung könnte für bessere Klarheit gesorgt werden.

Bei der Bürgerversammlung wurden die verschiedenen Probleme dargestellt und die Lösungsideen besprochen. Es wurde jedoch deutlich gemacht, dass Anregungen und Ergänzungen zu allen Themen jederzeit willkommen sind und noch in die Pläne eingearbeitet werden können. Auch Ortsbewohner, die bisher nur geringes Interesse bekundeten, können sich noch einklinken. Gerhard Henkel  wurde als Ortssprecher wiedergewählt (wir berichteten).

EVA BÖHM

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