Samstag, 14.12.2019

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Google-Fahrzeug irritiert Betzensteiner Bürger

Auto mit Rundumkamera auf dem Dach unterwegs - US-Konzern will Kartenmaterial verbessern - 01.07.2019 20:15 Uhr

Mit einer Rundumkamera auf dem Dach rollte das Google-Fahrzeug durch Betzenstein. Die Aufnahmen dienen der Verbesserung des Kartenmaterials des US-Konzerns. © Foto: Klaus Trenz


Die Pressestelle von Google Deutschland erklärt auf Anfrage, dass die Autos, die in Bayern von März bis November unterwegs sind, nicht in Verbindung mit Street View stehen, sondern der Verbesserung des Kartenmaterials auf Google Maps dienen. "Wir haben derzeit keine Pläne, neues Bildmaterial von deutschen Straßen in Street View verfügbar zu machen. Wir würden gerne aktualisieren, aber deutsche Datenschutzbestimmungen verhindern das leider", so die Pressestelle.

Das heißt auch, dass man, dort wo man den Panoramadienst nutzen kann, wie beispielsweise in Städten wie Berlin, Leipzig und Nürnberg, eine Zeitreise unternimmt, weil die Aufnahmen teilweise älter als zehn Jahre alt sind.

Deutschland ist in Sachen Street View ein weißer Fleck. 2011 hatte sich Google als Anbieter des Panoramadienstes für Deutschland zurückgezogen. Microsoft folgte 2012 mit seinem Angebot Streetside. Grund waren die strengen deutschen Datenschutzbestimmungen. Schon als die ersten Google-Autos durch Deutschland fuhren, gab es massive Proteste von Bürgern.

Google ermöglichte es, die Fassaden ihrer Häuser durch Verpixeln unkenntlich zu machen. Es kamen aber derart viele Widersprüche, dass Google die ganze Sache aufgab. Bereits vor dem Start des Dienstes Street Viewe hatten laut welt.de bereits eine Viertelmillion Menschen ihren Widerspruch eingelegt.

Info: Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom im Jahr 2015 nutzen vier von fünf Online-Nutzer Street View regelmäßig.

KLAUS TRENZ

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