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Montag, 14.10.2019

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Freunde der Gottvaterbergkapelle feiern

Seit 40 Jahren kümmert sich eine Gruppe um das Wohl des kleinen Gotteshauses. - 13.06.2019 23:59 Uhr

Die letzte große Sanierung in der Gottvaterbergkapelle war 2017. Unter anderem der Altar mit Tabernakel, das Altarbild und die Gottvaterfigur profitierten davon. © Foto: Karl Schwemmer


Die "Freunde der Gottvaterbergkapelle", wie sich die etwa 50 Mitglieder starke Gruppe von Männern und Frauen nennt, feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Los ging es im Jahre 1979 mit Willi Heberl und Richard Merkl. Sie sahen die Situation und handelten. Der Zahn der Zeit hatte an dem Kirchlein genagt. In den Wintertagen wehte der Schnee durch zerbrochene Fensterscheiben und lag sogar auf dem Altar. Eine Vielzahl an Reparaturarbeiten stand an, die Josef Gradl allein nicht bewältigen konnte.

Josef "Bepp" Gradl hatte in der Nachkriegszeit viele Pflegearbeiten an der Kapelle übernommen. Einige seiner Bekannten, Beschäftigte in der Wäscherei Novetta, halfen ihm hier und da. In ihnen fanden Heberl und Merkl erste Mitstreiter und der Kreis der Gottvaterbergfreunde wuchs schnell auf etwa 50 Frauen und Männer.

Zuerst schützte man das Innere der Kapelle vor Feuchtigkeit durch neue Fenster mit schmiedeeisernen Fensterrahmen von der Firma Waldmann aus Welluck und durch eine abdichtende Tür. Die mit brauner Farbe gestrichene Holzeinrichtung, ob Bänke oder Empore, wurden abgebeizt und naturfarben belassen. Der Altar bekam einen Sockel und Willi Heberl fertigte ein Ambo, die Kapelle bekam einen neuen Bretterboden und die Firma Ficker stiftete eine neue Kapellenbeleuchtung.

Die notwendigsten Arbeiten waren in drei Jahren geschafft. Zum Patrozinium am Dreifaltigkeitssonntag 1982 feierte man mit der ganzen Pfarrgemeinde die gelungene Renovierung und das erste Gottvaterbergfest fand statt.

Die Basissanierung der Kapelle war der Anfang der pflegerischen Bemühungen rund um das kirchliche Kleinod der zahlreich vorhandenen ehrenamtlichen Helfer. Sie arbeiteten wie heute entgeltlos an der Instandhaltung und Verschönerung der Kapelle, mancher Handwerker verrichtete notwendige Arbeiten kostenlos und von manchen Firmen wurde Material samt Installationsarbeit gestiftet.

Fest als Einnahmequelle

Im Jahre 1985 erhielt die Kapelle einen Kreuzweg, 1989 entstanden die Kreuzwegstationen entlang des steilansteigenden Wegs den Berg hinauf und 1997 war eine Dachsanierung notwendig. Erst vor einigen Jahren, als der Sturm das Kirchendach beschädigt hatte, half die Zimmerei Vogl aus Welluck bei der Dachsanierung und übernahm die Reparatur.

Einnahmequelle für kleinere Anschaffungen der "Freunde der Gottvaterbergkapelle" war und ist durch die vier Jahrzehnte hindurch das alljährliche Gottvaterbergfest. Zwei Tage lang wird aufgebaut, einen Tag wird bewirtet und danach ist wieder ein Tag für den Abbau erforderlich.

Mit Unterstützung der Kirchenverwaltung gab es für die letzte große Sanierung in den Jahren 2017 bis Anfang dieses Jahres auch Gelder vom Erzbistum oder vom Amt für Denkmalschutz. Hier waren etwa 30 000 Euro für die goldene Abdeckung des Tabernakels, für Altar und Altarbild, für den seitlichen Baldachin und die Statue der schmerzhaften Mutter Gottes, für das Reinigen des Geländers der Empore sowie die Erneuerung der Kanzel und des Treppenaufgangs erforderlich.

KARL SCHWEMMER

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