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EV Pegnitz bestimmt neuen Vorstand per Briefwahl

Wegen Corona gibt es keine Hauptversammlung, dafür stimmen die Mitglieder schriftlich über die neue Führung ab. - 30.06.2020 17:42 Uhr

Das Eisstation, so viel Charme es auch versprüht, braucht dringend ein Dach. Dieses Ziel dürfte der EVP-Vorstand — wie er auch immer nach der Wahl aussehen wird — weiterhin verfolgen.

© Archivfoto: Marcel Staudt


Seit Monaten versucht der amtierende Vorstand des EV Pegnitz die Hauptversammlung anzusetzen, doch bedingt durch Corona war keine Veranstaltung möglich. Aufgrund der derzeit geltenden Lockerungen wäre es dem Verein zwar möglich, die Versammlung entweder mit maximal 50 drinnen oder maximal 100 Personen draußen abzuhalten, doch würde das nach Ansicht der EVP-Führung dem erwarteten Interesse nicht gerecht werden. Schließlich geht es darum, alle Ämter neu zu besetzen und somit die sportliche Ausrichtung festzulegen.

"Die Erfahrung hat gezeigt, dass zu unseren Hauptversammlungen mehr als 50 Mitglieder kommen. Wir müssen die Versammlung vier Wochen vorher terminieren. Doch ist eine Wettervorhersage für diesen Zeitraum schwierig", begründet Schriftführer Sascha Fitzek, warum es keine Freiluftveranstaltung geben wird. Der Vorsitzende Sven Albers ist aus gesundheitlichen Gründen für das operative Vereinsgeschäft weiterhin nicht verfügbar, dessen Stellvertreter Christoph Wonde und Schatzmeister Andreas Färber haben sich darauf geeinigt, dass Fitzek momentan der Sprecher des Vorstands ist.

Da auch für den EVP noch nicht ersichtlich ist, wann Versammlungen wieder in größerem Rahmen stattfinden dürfen, wird es als Ersatz ein schriftliches Abstimmungsverfahren geben. Bis 18. Juli haben die etwa 230 stimmberechtigten Mitglieder Zeit, Vorschläge einzureichen, wer in Zukunft ihren Verein führen soll. Klar ist, dass sich eine Gruppierung um den ehemaligen Vorsitzenden Steffen Rein um die der Vorstandsposten bewerben wird und die amtierenden Vorsitzenden sowie der Schatzmeister Färber sich nicht mehr zur Wahl stellen werden. Ob es weitere Bewerber geben wird, etwa eine zweite Gruppierung, bleibt abzuwarten. "Bislang haben wir noch keine Vorschläge erhalten. Wir gehen aber davon aus, dass es mindestens einen Vorschlag geben wird", sagt Fitzek.

Nach dem 18. Juli erhalten alle stimmberechtigten Mitglieder Briefe oder Mails mit unter anderem dem Tätigkeitsbericht des Vorstands und die Briefwahlunterlagen. Dann wird schriftlich gewählt und falls alles nach Plan läuft hat der EVP nach der Stimmauszählung am 23. August eine neue Führung. Fragen können die Mitglieder ebenfalls stellen, anders als bei der Hauptversammlung wird es keine Diskussion geben. Fitzek: "Nur das Mitglied, das die Frage gestellt hat, erhält die Antwort." Der Plan hat allerdings einen Haken: Die Satzung schreibt vor, dass sich die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder an der Wahl beteiligen muss. Bei der Hauptversammlung würde die Mehrheit der anwesenden Mitglieder genügen. Falls also nicht mindestens 115 stimmberechtigte Mitglieder mitmachen, ist die Wahl ungültig und es können keine Beschlüsse gefasst werden.

Tritt dieser Fall ein, stünde der EVP wieder am Anfang. Um dann zu einer Lösung zu kommen, müsste der amtierende Vorstand erneut ein schriftliches Verfahren in die Wege leiten — oder eben doch eine Hauptversammlung ansetzen. Fitzek: "Falls wir jetzt nicht weiterkommen, könnte die Tendenz vielleicht doch in Richtung Hauptversammlung gehen."

MARCEL STAUDT

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