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Der Auerbacher Peter Eckert will Landrat werden

Der Kandidat der Grünen fürchtet den Abzug eines ganzen Wirtschaftszweiges. - 04.12.2019 08:55 Uhr

Wie alle Jahre fand die Jahreshauptversammlung von Bündnis 90/Die Grünen beim Gasthof „Zum Hirschen“ in Königstein mit einem Braten von frei lebenden Auerochsen aus dem Naturschutzgebiet Leonie statt. Im Bild Gaby Mutzbauer (v.li.), MdL Jürgen Mistol, Landratskandidat Peter Eckert, Kreisrätin Yvonne Rösel, Grüne-Jugendsprecher Elias Wolf und Kreisrat Karl-Heinz Herbst.

© Foto: Grüne


Zunächst eröffnete Kreisvorstand Karl-Heinz Herbst den Abend und begrüßte MdL Jürgen Mistol. Mit Peter Eckert schicken Bündnis 90/die Grünen einen erfahrenen Kommunalpolitiker ins Rennen, der die dritte Periode im Kreistag sitzt. "Als Landkreis mit den zweitmeisten Windrädern richtet sich die Aufmerksamkeit auf regenerative Energie und nach dem 10H-Gebot müssen im Landkreis alternative Wege gefunden werden, um klimaneutral zu werden", sagte der Auerbacher. Er sieht die Herausforderungen eines Landkreises zwischen zwei Truppenübungsplätzen und bei der Entwicklung des ländlichen Raums.

Versäumnisse nachholen

Insbesondere für den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und die Standortsicherung der kommunalen Krankenhäuser will sich Eckert stark machen. Der Naturschutz, den er als sein Hauptanliegen bezeichnet, liegt ihm dabei besonders am Herzen. "Die Fridays for Future-Bewegung der Jugend macht deutlich, dass unsere Generation die Versäumnisse nachholen muss – und das nicht nur in der großen Politik, sondern auf allen Ebenen", stellt Eckert fest. Dazu gehöre eine klare Absage an den geplanten Fahrübungsplatz der Bereitschaftspolizei, der eine Waldfläche von vier Hektar einnehmen würde. "Dafür bedarf es andere Lösungen, denn das Thema Flächenfraß muss endlich mehr als nur ein Lippenbekenntnis sein", so der Landratskandidat.

40 000 Arbeitsplätze in Gefahr

Im Anschluss schilderte Claudia Frenking-Glao die Aufbruchstimmung auf der jüngsten Bundesdelegierten-Versammlung der Grünen in Bielefeld mit Robert Habecks Brandrede. Mistol berichtete aus dem Landtag, dass durch die Einführung der 10H-Regelung Windanlagen-Bauer quasi überflüssig geworden seien. Auf diese Weise ziehe deutsches Knowhow ins Ausland und ein ganzer Wirtschaftszweig mit 40 000 Arbeitsplätzen gehe verloren. "Und da hält man an der Kohleindustrie fest, die 20 000 Arbeitsplätze betrifft", klagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag. Er sieht nur geringe Möglichkeiten als Oppositionspartei, zu gestalten.

nn

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