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Breitenlesauer steckt viel Zeit in sein weihnachtliches Hobby

Eine Krippe, auf Wurzeln und Moos gebettet - Hundert Jahre alte Figuren - 24.12.2018 09:56 Uhr

Auf natürlichen Materialien gebettet: Manfred Schatz aus Breitenlesau baut seine Weihnachtskrippe auf selbst ausgegrabenen Wurzeln auf. Am Ende entsteht ein echtes Kunstwerk mit viel Moos, zahlreichen Tieren und dem Stall mit dem Jesuskind. © Dieter Jenß


Schon seit seiner Jugend fasziniert Manfred Schatz das Thema Krippe, präsentierte doch bereits sein Vater alljährlich eine solche auf einem Tisch zur Weihnachtszeit. Mit 16 Jahren fing der Sohn langsam an, selber etwas auf die Beine zu stellen. Mittlerweile hat die Krippe des 54-Jährigen enorme Ausmaße erreicht: Auf 4,60 Quadratmetern befindet sich ein Kunstwerk, das vor allem von der Natur geprägt ist.

Schließlich besteht der Aufbau aus vielen Baumwurzeln, die Schatz im Wald selber ausgegraben und zusammen getragen hat, und bei dem mittendrin der Stall mit dem Jesuskind steht. "Den Aufbau mit den miteinander verbundenen Wurzeln lasse ich zunächst über Nacht stehen", berichtet Schatz, "um zu sehen, ob alles hält." Dann komme viel grünes Moos dazu, das das Ganze zusammenhalte. In diesem Jahr hat Schatz das Moos aus nördlichen Hanglagen bei Rabeneck und Nankendorf geholt, da es in anderen Lagen durch den heißen Sommer grau war.

Zur Ausstattung der Krippe gehören ferner ein Wasserlauf, ein Backofen, eine Windmühle, ein Brunnen, ein Badesee, Stege und Brücken – alles selbst gemacht.

Hinzu kommen neben Maria, Josef und dem Jesuskind viele weitere Figuren, etwa eine Schäferfamilie, die verstreut zu sehen sind. Die handgeschnitzten Figuren sind zum Teil 90 bis 100 Jahre alt und stammen mitunter aus Südtirol. Diese hatte sein Vater bereits im Besitz, ebenso rund 20 Schafe. Im Laufe der Jahre fand der Breitenlesauer immer wieder als Ergänzung neue Figuren. Die meiste Arbeit beim alljährlichen Aufbau mache die Elektronik mit der Beleuchtung durch 168 Birnen. 160 Meter Kabel müssten hierfür verlegt werden, berichtet Schatz. 

DIETER JENß

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