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Freitag, 19.07.2019

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Begehrte Führungen auf den Auerbacher Kirchturm

Patrozinium und Pfarrfest boten ein breites Programm für Gläubige und Interessierte. - 24.06.2019 18:10 Uhr

Zahlreiche Gläubige interessierten sich für die beim Auerbacher Patrozinium und Pfarrfest angebotenen Führungen. Von der Orgel gab es Klangbeispiele. © Foto: Karl Schwemmer


Die sonntägliche Eucharistiefeier begann um 10 Uhr. Beim Festgottesdienst stellten sich die Firmlinge der Gemeinde vor. Sie schufen mit Bändern Verbindungen miteinander, knüpften ein Netz wie das Internet mit seinen weltweiten Verbindungen.

Nach der Messfeier waren alle Pfarrangehörigen eingeladen zum gemütlichen Beisammensein, zum Frühstückskaffee und dem späteren Mittagstisch auf dem Kirchplatz. Gleichzeitig startete auch der Losverkauf für die Tombola. Alle Lose konnten sofort eingelöst werden. Der gut besuchte Mittagstisch wurde musikalisch umrahmt von den Liedern des Kinderchores "Ain Karem" unter Leitung von Bianca Deml.

Später kehrte Ruhe auf dem Kirchplatz ein. Die Glocken läuteten zur Dankandacht mit Dekan Pater Marek Flasinski. Lebhafter Festbetrieb ergab sich beim Nachmittagskaffee wieder rund um die Pfarrkirche. Ein buntes Programm zog die Aufmerksamkeit von vielen Festbesuchern auf sich.

Pfarrgemeinderätin Martina Geyer, Referentin für Ernährung und Hauswirtschaft, bot unter dem Titel "Kirchenkräuterführung" eine Führung durch die Pfarrkirche an. Mit besonderer Berücksichtigung von Blumen und Kräutern in den Altarbildern oder in den Verzierungen.

Sie erläuterte die besondere Symbolik, ihre Wirkstoffe und Heilkraft bei gesundheitlichen Beschwerden. Sie führte dabei die Teilnehmer an den Hauptaltar mit dem Altarbild Johannes bei der Taufe Jesu am Jordan. Dann erläuterte sie das Johanneskraut mit seinem Wirkstoff Hypericin als Heilmittel bei Beschwerden wie Stress, Unruhezuständen oder Depressionen. Geyer verdeutlichte die Symbolik der Rosen und Lilien, die Unterscheidung von Korbblüten-, Kreuzblüten- und Rosengewächsen und benannte auch mehrere Vertreter dieser unterschiedlichen Gruppen.

Jeder Teilnehmer bekam ein Johanniskraut und einen Johannesstrauß, der aus mindestens sieben Kräutern zusammengestellt sein soll.

Im Anschluss gab die Referentin eine Kirchturmführung mit umfassenden Informationen zum Kirchturm und seiner Geschichte. Beide Führungen waren sehr begehrt. Die Interessenten waren so zahlreich, dass die Führungen wiederholt werden konnten.

Daneben fand eine Orgelführung durch Organist Norbert Sertl statt. Er präsentierte die Orgel, die im Rahmen der Sanierung der Pfarrkirche gänzlich auseinandergebaut, gereinigt und wieder aufgebaut wurde. 45 000 Euro wurden dabei investiert.

Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Fabian Gottschalk, hat mittlerweile einen Kurs für das Stimmen der Orgel absolviert. Er unterstützte Sertl bei der Führung, ging in den Orgelaufbau hinein und brachte auch einzelne Orgelpfeifen zum Anfassen mit heraus. Sertl seinerseits bot viele Klangbeispiele der Register und Manuale.

Der kleine Gabriel Nittman, seit einigen Monaten Klavierschüler, durfte sein Lieblingslied spielen. Das gelang ganz gut und Gabriel präsentierte sein Lied gleich beidhändig gespielt. Beim Pfarrfest erklärte Dekan Flasinski die Veränderungen wie sie am 1. September bei der Strukturreform des Erzbistums anstehen. 

KARL SCHWEMMER

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