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Bayreuth: Doreths eindringliche Warnung vor den Eisbären

Der Kapitän der Bayreuther Medi-Basketballer fordert volle Konzentration für Heimspiel am Samstag gegen Bremerhaven - 17.11.2018 11:55 Uhr

„Bremerhaven ist eine sehr gefährliche Mannschaft“, findet Medi-Kapitän Bastian Doreth und meint damit wohl vor allem das US-Quartett der Eisbären. © Peter Mularczyk


"Jetzt wollen wir uns voll auf den Gegner fokussieren. Bremerhaven ist eine sehr gefährliche Mannschaft", sagte Medi-Kapitän Bastian Doreth unmittelbar nach dem Champions-League-Auswärtssieg (76:67) beim slowenischen Rekordmeister Olimpija Ljubljana am Dienstagabend.

Mit drei Siegen und vier Niederlagen nehmen die Eisbären Bremerhaven, die in der vergangenen Saison mit insgesamt nur acht Siegen als Tabellensechzehnter ausgesprochen knapp dem Abstieg entgehen konnten, derzeit den zwölften Rang ein. Kürzlich verpasste es die Mannschaft von Trainer Arne Woltmann vor eigenem Anhang, ihr Punktekonto positiv zu gestalten, weil sie dem bis dahin sieglosen Mitteldeutschen BC mit 76:81 den Vortritt lassen musste.

Die von Bastian Doreth ausgemachte Gefahr der Eisbären geht offensichtlich in erster Linie von einem Quartett aus. Denn die meiste Last liegt bei den Nordseestädtern auf den Schultern von Spielmacher Chris Warren, Scharfschütze Jordan Brangers, Small Forward Elston Turner und Center Keith Benson. Diese vier Eisbären lieferten zusammen bislang durchschnittlich knapp 60 Punkte, gleichzeitig machen sie auch eine Schwäche der Bremerhavener deutlich: Hinter dem US-Quartett klafft eine große Lücke, die man jetzt mit der Verpflichtung von Flügel-Routinier Gilbert Brown schließen möchte, der in Bayreuth vermutlich erstmals das Eisbären-Dress überstreifen wird.

Die Neuverpflichtung aus den Vereinigten Staaten ist mit 31 Jahren erfahren und kennt den europäischen Basketball sehr gut. Nach seiner NCAA-Laufbahn in Pittsburgh absolvierte der 1,98 Meter große Neuzugang acht Spiele in der Basketball-Bundesliga für Würzburg, ehe er sich den Boston Celtics und anschließend den Fort Wayne Mad Ants in der nordamerikanischen G-League anschloss. Nach Stationen in Süd- und Mittelamerika, der Türkei und Italien spielte Brown zuletzt für Ironi Nahariya in Israel, wo er in der Saison 2016/17 sowohl in der Liga als auch in der Champions League im Schnitt auf eine zweistellige Punkteausbeute kam.

Brown folgt auf Jenkins

Brown, der die letzte Spielzeit verletzungsbedingt pausieren musste, tritt die Nachfolge von Kris Jenkins an. Der bullige Forward hatte im Finale der NCAA-Championships 2016 Bekanntheit erlangt, weil er dem College-Team der Villanova Wildcats mit einem spektakulären Drei-Punkte-Wurf in der Schlusssekunde die Meisterschaft beschert hatte. In Bremerhaven war er mit 3,8 Punkten und 1,2 Rebounds indes unauffällig geblieben. Die Trennung erfolgte laut Vereinsangaben auf Bitten von Jenkins. "Er wollte deutlich mehr spielen, aber seine Fitness hat das nicht zugelassen – dementsprechend gab es unterschiedliche Meinungen", sagte Trainer Arne Woltmann gegenüber nord24.

FLORIAN KIRCHNER

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