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Montag, 17.06.2019

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Auch in Schnabelwaid wehrt man sich gegen Juragruppe

Preunersfelder Bürger: "Hümmer plündert unsere Natur aus" — "Schonungslose" Aufklärung über kommende Kosten - 15.10.2018 16:58 Uhr

Der Preunersfelder Heiner Götzke ist sauer, dass zwei Schnabelwaider Ortsteile vergangenes Jahr an die Juragruppe angeschlossen wurden. Auch die angedachte Zusammenarbeit mit der Creußener Gruppe sieht er kritisch. © Frauke Engelbrecht


"Angeblich läuft aus der Quelle nicht mehr genug Wasser, aber sie sprudelt", sagt Hofmann. Das Gesundheitsamt habe der Kommune das Messer auf die Brust gesetzt und deshalb sei man jetzt bei der Juragruppe, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Man habe eine Frist von zwei Jahren bekommen, um eine Lösung zu finden. "Wir haben ein Konzept, dass für Schnabelwaid, Preunersfeld und Schönfeld eine enge Zusammenarbeit mit der Creußener Gruppe vorsieht", so der Bürgermeister. Demnächst werde es dazu Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt in Hof sowie der Regierung von Oberfranken geben. Hofmann: "Wir haben einen Fuß in der Tür, aber werden die Frist bis Juni nächsten Jahres nicht einhalten können." Das Wasser lasse sich gut mit dem Creußener Wasser mischen, besser als mit dem der Juragruppe.

Trotz der heißen Witterung in diesem Sommer würden die Quellen am Kitschenrain sprudeln, man habe kein Problem mit dem Wasser gehabt, auch wenn bei manchen Messungen die Werte niedrig waren.

"Das waren fadenscheinige Gründe, dass wir an die Juragruppe angeschlossen wurden", schimpfte der Preunersfelder Heiner Götzke. Man habe einen eigenen Brunnen. Und die Entscheidung, mit Creußen zusammenzuarbeiten, sei getroffen worden, "weil die Creußener Beitragszahler brauchen". An den Werkleiter der Juragruppe, Hans Hümmer, wandte er sich mit: "Hümmer plündert unsere Natur aus." Und auch an den Gemeinderat richtete er seine Kritik. Man höre nicht viel vom Gremium in der Sache. "Der Bürger wird in der Luft hängen gelassen", so Götzke, "was gehört uns eigentlich noch?" Seit dem vergangenen Jahr habe sich noch nichts getan. "Uns wurde einfach eine intakte Wasserleitung abgenommen, für die wir einst mitbezahlt haben", machte Götzke seinem Unmut Luft.

Man werde sich in der vom Gesundheitsamt gesetzten Zwei-Jahres-Frist um eine gute Lösung bemühen, entgegnete der Bürgermeister. "Wir wollen die eigenen Quellen erhalten", betonte Hofmann. Man sei daran, den Bürgern schonungslos zu sagen, welche Kosten letztendlich auf sie zukommen würden, denn diese würden sich auf den Wasserpreis niederschlagen. Bei alternativen Lösungen werde es eine Informationsveranstaltung geben und der Bürger schließlich entscheiden, welche Lösung er mitträgt.  

FRAUKE ENGELBRECHT

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