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Mittwoch, 05.08.2020

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ASB-Regionalverband Jura betreibt Kindertagestätten in der Region

ASB betreibt die Kindergärten in Pottenstein meist kostendeckend. Zentrale Fachbereichsleitung. - 08.07.2020 08:55 Uhr

Sommerfest des ASB-Kindergartens Rasselbande in Pottenstein. In der Stadt betreibt der ASB-Regionalverband Jura noch die Kita St. Kunigund. Der Bedarf an Plätzen für die Kinderbetreuung ist in allen Altersgruppen ungebrochen.

© Archivfoto: privat


Dass der ASB nun eine Kindertagesstätte (Kita) betreiben soll, war auch einigen Mitgliedern nicht geheuer. "Ich musste erst Bedenken zerstreuen", sagt Löb. Denn der ASB hatte von diesem Geschäft "keinen blassen Schimmer", wie es Löb ausdrückt. Man habe sich das Knowhow innerverbandlich angeeignet und "habe es aus dem Nichts heraus geschafft".

Die Kita St. Kunigund wird derzeit renoviert und für die Zukunft fit gemacht. Der Außenbereich wird hier auch in den kommenden Monate folgen und neu angelegt, sodass der Zugang für die Eltern mit Kinderwagen vereinfacht werden kann. "Hier betreiben wir unter der Leitung von Sylvia Liebsch derzeit zwei Krippengruppen", so Löb. Eine für Kinder bis drei Jahren und eine sogenannte Bambinigruppe (zweieinhalb bis fünf Jahren).

Der ASB betreibt in Pottenstein noch die Kita Rasselbande, die direkt an der Graf-Botho-Mittelschule angegliedert ist. Leiterin ist Elisabeth Wenninger. Hier gibt es zwei Gruppen – eine für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und eine Hortgruppe. "Hier können sich die Vorschulkinder fließend an den Besuch der Grundschule eingewöhnen, da diese ja im gleichen Gebäude untergebracht ist", so Löb.

Seit dem 1. September 2019 betreibt der ASB in Wichsenstein die Kita St. Erhard. Eva-Maria Löhr leitet die zweigruppige Einrichtung mit Krippe und Kindergartengruppe. Die Kita liegt direkt am Wald und hat einen großen Außenspielbereich. "Die Kinder verbringen viel Zeit in der Natur", betont Löb. Ab September startet der ASB mit dem jüngsten Projekt: einer Krippe für die Gemeinde Ahorntal, die von Stefanie Stadter geleitet werden wird.

"Die maximale Belegung der Kindergärten und Krippen ist je nach Art der Gruppe durch das Amt festgelegt", erklärt Löb. Der Trend der vergangenen Jahre setze sich hier linear weiter fort. "Der Bedarf an Plätzen für die Kinderbetreuung ist in allen Altersgruppen von der Kinderkrippe bis zum Hort ungebrochen. In vielen Bereichen müssen wir sowie die übrigen Träger mit Wartelisten arbeiten." Die Zusammenarbeit mit den Partnerkommunen und den Jugendämtern sei sehr positiv, hebt der ASB-Vorsitzende hervor.

In den drei Einrichtungen des ASB werden rund 150 Kinder betreut. In den vergangenen Jahre seien die Einrichtungen nahezu immer ausgebucht gewesen. Derzeit kümmern sich insgesamt 25 Mitarbeiterinnen um das Wohl und die Weiterentwicklung der Kinder. "Mit verschiedenen Konzepten bieten unsere pädagogischen Kräfte ein breites Angebot, um den Wünschen und Bedarfen von Eltern und Kind gerecht zu werden."

Der ASB betreibt die Einrichtungen nach eigenen Angaben "meist kostendeckend". "Das ist keine einfache Aufgabe. Wir haben das große Glück, dass wir die räumlichen Ressourcen von den Kommunen überlassen bekommen. Lediglich die laufenden Betriebskosten müssen vom ASB getragen werden", betont Löb.

Beim Personal könne man sich glücklich schätzen, dass der ASB auf motivierte Teams in allen drei Einrichtungen zurückgreifen könne. Die Teams würden durch qualifizierte und zertifizierte Leiterinnen geführt.

Das System mit einer zentralen Fachbereichsleitung unterstütze die Einrichtungsleitungen und halte diesen soweit möglich den Rücken für die Arbeit am Kind frei. "Die Verwaltungs- und administrativen Tätigkeiten werden überwiegend durch Kerstin Wagner abgearbeitet", so Löb.

Eine ausgearbeitete Vergütungsrichtlinie lasse sich flexibel an die Ausbildung und Zusatzqualifikationen der Mitarbeiter anpassen. Außerdem gebe es Zusatzleistungen wie Jahressonderzahlungen, Leistungen im Bereich der AG-finanzierten Weiterbildung und dem betrieblichen Gesundheitsmanagement mit Jobrad et cetera. "Die Vergütungsrichtlinie wird in Zusammenarbeit mit unserem Betriebsrat auch in diesem Jahr wieder weiter entwickelt. Alles andere lässt sich in der Situation des Fachkräftemangels gar nicht darstellen", sagt ASB-Vorsitzender Roland Löb.

HANS-JOCHEN SCHAUER

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