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Dienstag, 15.10.2019

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Angriff der SG Auerbach/Pegnitz zeigt eine kümmerliche Vorstellung

Handball-Landesligist verliert bei der TG Heidingsfeld 20:30 und schwebt weiter in Abstiegsgefahr - 07.04.2019 16:11 Uhr

HARALD WEIDMANN

Chancenlos waren diesmal die Handballer der SG Auerbach/Pegnitz gegen die TG Heidingsfeld, nachdem es im Hinspiel (im Bild Thomas Wilke mit Ball) noch zu einer knappen 29:31-Niederlage gereicht hatte. © Ralf Münch


Vor einer wenig meisterlichen Kulisse von etwa 120 Zuschauern blieb die SG, die ohne Matthias Schnödt antrat, weit unter ihren Möglichkeiten und hatte zu keinem Zeitpunkt eine reelle Chance auf Zählbares. Valentin Kroher hinter einer relativ soliden Abwehr in der ersten und Tizian Podlech in der zweiten Hälfte waren noch die auffälligsten Gästespieler.

Was man auf Seiten der Gäste zu sehen bekam, war keinesfalls landesligatauglich, zumindest was die Offensive anbelangt. Nach einem auf beiden Seiten holprigen Auftakt, in dem Alexander Tannenberger erst nach über zwei Minuten das 0:1 und Linkshänder Yann Polydore mit zwei Treffern bis zur fünften Minute das 2:1 für die Gastgeber erzielt hatten, war vorübergehend scheinbar die Luft raus aus beiden Teams, denn es dauerte bis zur 10. Minute, bis Gabor Farcas den nächsten Ball im Netz versenken konnte (3:1).

Zwischenzeitlich hatte es lediglich fünf Gelbe Karten gehagelt, wovon drei die TG für sich "beanspruchte". Zudem leistete sich der Gastgeber unerwartete Ballverluste, die Blau-Weiß jedoch nicht zu nutzen wusste, sondern mit eigenen Fehlern beantwortete. Kurz darauf hatte sich der Favorit endgültig gefangen und zeigte, warum er die Tabelle souverän anführt.

Auch wenn die Abwehr der Gäste in der ersten Hälfte noch einigermaßen solide stand und Valentin Kroher Schlimmeres verhindern konnte, traf bis zur Pause fast nur noch das Heimteam. "Wir haben im Angriff zu ideenlos und ohne den geringsten Druck gespielt, erklärte Spartenleiter Paul Rupprecht. "Eine Abstimmung war nicht zu erkennen, wir haben die Bälle buchstäblich weggeworfen und unsere Würfe kamen oftmals nicht einmal beim Torhüter an." So fiel das zweite Tor für Blau-Weiß in der 12., das dritte in der 20., das vierte in der 26. Minute und das fünfte mit der Halbzeitsirene. Bis dahin hatte die TG ihrem Konto noch neun Treffer hinzugefügt, sodass das Spiel längst vorentschieden war, als beim Stand von 12:5 die Seiten gewechselt wurden.

Im Laufe der zweiten Hälfte konnte man eine leichte Verbesserung auf Seiten der Gäste feststellen, auch wenn diese vor allem in der nicht mehr ganz so intensiven Spielweise des Meisters begründet war. Die TG zeigte immer wieder, was sie kann, spielte schnelle und sichere Kombinationen und erzielte im Bedarfsfall ohne großen Aufwand ihre Tore. Innerhalb kurzer Zeit hatte sie ihren Vorsprung weiter ausgebaut und war bis zur 42. Minute bereits zehn Treffer enteilt (19:9).

Auch wenn die Führung sogar auf 12 Tore anwuchs (23:11, 25:13), konnte man erkennen, dass es die Karrer-Sieben nun etwas langsamer angehen ließ, sodass die längst bezwungenen Gäste ein wenig besser ins Spiel kamen und ihr Ergebnis minimal angenehmer gestalten konnten. Es gelang der SG zwar noch immer nicht, ernsthaften Druck auf die Abwehr der Unterfranken auszuüben, doch einige erfolgreich abgeschlossene Auslösehandlungen und sehenswert herausgespielte Tore erwiesen sich zumindest für das angeknackste Selbstwertgefühl als Balsam.

Dabei zeigte Stephan Bruckmayer, dass er durchaus ein wertvoller Teil der Landesligamannschaft sein kann, während sich Tizian Podlech als reaktionsschnell und treffsicher erwies und neben zwei Abprallern noch drei weitere Tore erzielte. Die TG dagegen spielte den Rest der Partie routiniert herunter und gewann am Ende auch in der Höhe verdient gegen einen Gast, der sich offensiv deutlich steigern muss, will er in den letzten drei Spielen die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen.

Die erste Gelegenheit bietet sich am kommenden Samstag in eigener Halle gegen den TSV Mainburg. "Das halte ich für das Schlüsselspiel", verwies Paul Rupprecht auf die Lage in der Staffel. "Wir spielen nach Ostern in Kunstadt und bleiben nur mit einem Sieg gegen Mainburg bis dahin sicher auf dem Relegationsplatz."

SG Auerbach/Pegnitz: Kroher/Seiffert, Tannenberger (2), Bruckmayer (2), Brendel-Suchanek, Weisser (1), Podlech (5), Wislicenus, Hofmann A. (1), Kraus (1), Schalanda (3), Neuß, Wilke (5). 

HARALD WEIDMANN

 

 

 

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