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Altes Pegnitzer Rathaus erstrahlt in neuem Glanz

Das Gebäude hatte früher verschiedene Funktionen - Dank für die Fördermittel. - 21.07.2019 09:23 Uhr

Pastor Stefan Schörk, Baudirektor Günter Neuberger, Bürgermeister Uwe Raab und Dekan Dr. Gerhard Schoenauer halten den symbolischen Schlüssel. Auf- und zusperren lässt sich das sanierte Alte Rathaus damit natürlich nicht. © Foto: Ralf Münch


In seiner Rede ging er auch auf die Förderungen ein, die die Stadt zum Bau des Alten Rathauses erhalten hatte: "Wir sind froh, dass wir für die energetische Sanierung und Barrierefreiheit Zuschüsse von 90 Prozent bekommen haben."

Dank der Unterstützung sei der Eigenanteil der Stadt an den Gesamtausgaben von fast 1,5 Millionen Euro bei rund 550 000 Euro gelegen. Er sei der Regierung von Oberfranken für die "segensreiche Zusammenarbeit" dankbar.

Dass sich die Stadt überhaupt für das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) qualifiziert hatte, sei maßgeblich dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek) geschuldet, so Raab: "Isek war wieder einmal ein exzellenter Türöffner und Wegbereiter." Genau zwei Jahre und einen Monat nach dem Startschuss der Baumaßnahmen am 19. Juni 2017 erstrahle das markante Gebäude nun in "neuem, modernen Glanz".

In seiner Rede ging der Bürgermeister auch auf die verschiedenen Rollen ein, die das Alte Rathaus in seiner Geschichte erfüllen durfte – oder musste. Unter anderem wurde das Gebäude in der Vergangenheit als Verkaufsstelle für Brot und Fleisch, Tanzboden, Getreidespeicher, Postamt, Sparkasse und Feuerwehrhaus genutzt. Sogar zum Wäschetrocknen habe man die Räume verwendet.

Besonders kurios, so Bürgermeister Raab, sei die einstige Verwendung als Gefängnis. Die Menschen hätten das Gebäude damals auch "Narrenhäuschen" genannt. Nach der Sanierung in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sei das Alte Rathaus nach fast 50 Jahren wieder renovierungsbedürftig gewesen. Am 19. Juni 2017 sei mit der Generalsanierung begonnen worden, die nun abgeschlossen wurde.

Im Erdgeschoss befindet sich das Einwohnermeldeamt, im ersten Stock sind Sitzungssaal, der auch technisch auf den neusten Stand gebracht wurde, Toiletten und eine Teeküche. Darüber sind Standesamt und Trauzimmer untergebracht. "Gelungen" nannte Raab die Integration eines Aufzug in das Gebäude.

Baudirektor Günter Neuberger von der Regierung von Oberfranken war Partner bei dem Projekt. Es lohne sich, in die Ortsmitte zu investieren, weil die Menschen dann wieder gute Angebote vorfinden würden und Wurzeln schlagen könnten. "Eine Innenstadt muss regionaltypisch fortentwickelt werden", so Neuberger.

Dekan Gerhard Schoenauer von der evangelischen und Pastor Stefan Schörk von der methodistischen Kirchengemeinde segneten die Menschen, die im Alten Rathaus arbeiten und dort ein- und ausgehen. "In einem Rathaus treffen sich Menschen, die an existenziellen Übergangen stehen", sagte Schörk. Und Schoenauer wünschte sich, dass das Haus mit Leben erfüllt werde.

Einziger Abgeordneter, der zu der Einweihung gekommen war, war der Bayreuther Bundestagsabgeordnete Tobias Peterka von der AfD. "Die Mischung aus Alt und Modern gefällt mir", meinte er zum sanierten Pegnitzer Rathaus. 

Julian Seiferth und Hans-Jochen Schauer

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