17°

Dienstag, 23.07.2019

|

War es zu schwach? Wanderfalken-Küken ist gestorben

Zweites Jungtier kam erst am Freitag zur Welt - 15.04.2019 12:24 Uhr

Eines der beiden Wanderfalken-Küken hat nicht überlebt. © Screenshot Webcam


Geschlüpft! Vergangenen Donnerstag ist die Freude groß. Ein Wanderfalken-Küken zeigt sich in seinem Nest im Sinwellturm hoch oben auf der Kaiserburg. Und jeder kann zusehen: Die Regierung von Mittelfranken hat dort eine Webcam installiert, um den Wanderfalken in seinem Quartier zu beobachten.

In einem Blog notieren die Mitarbeiter, was ihnen auffällt. Und fragen sich, "ob auch dieses Jahr wieder zwei Jungvögel schlüpfen?". Die Antwort auf diese Frage erhalten sie nur einen Tag später, als sich ein zweites Küken auf den Bildern zeigt.

War das Küken krank?

Doch schon am Sonntag folgt die traurige Nachricht: Das zweite Jungtier ist gestorben. "Es war zu beobachten, dass es sehr schwach war und bei der Fütterung kaum berücksichtigt wurde", sagen die Experten. Ungewöhnlich sei das aber nicht, da manche Vögel die kräftigeren Jungtiere bevorzugen. Das kann "vom Nahrungsangebot des Brutreviers abhängen oder davon, wie viel Beute der Terzel in den ersten Tagen bringt".

Bilderstrecke zum Thema

Lebensraum Kaiserburg: Das müssen Sie über Wanderfalken wissen

Mit Spannung verfolgen Tierliebhaber und Vogelbeobachter jedes Jahr die Wanderfalken-Brut an der Nürnberger Burg. Dank Webcam kann man live mit zusehen, wie die Eier vom Muttertier sorgsam gebrütet werden und so neues Leben entsteht. Das Schlüpfen der Jungtiere ist allerdings gar nicht so selbstverständlich. Es lohnt sich also, diese Vogelart mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.


Andere Gründe für den Tod des Kükens können sein, dass das Jungtier krank gewesen ist und deshalb zu schwach war, um erfolgreich um Nahrung zu betteln. Möglich ist auch, dass es bei den Elterntieren einen Wechsel gegeben hat und diese noch unerfahren in der Aufzucht sind.

Bilderstrecke zum Thema

Elf Dinge, die Sie über die Nürnberger Kaiserburg noch nicht wussten

Die Nürnberger Burg ist das Wahrzeichen der Stadt und eine der bedeutendsten Wehranlagen Europas. Wir haben elf erstaunliche Fakten über sie herausgefunden.


Wichtig ist: Weil es sich um Wildtiere handelt, wird auf die Brut von außen kein Einfluss genommen. Schließlich sind auch so seit 2013 bereits elf junge Wanderfalken ausgeflogen. So lange ist der Wanderfalke auf der Kaiserburg schon zu Hause. Er gilt als eine gefährdete Art, für die Bayern gemäß der Bayerischen Biodiversitätsstrategie eine besondere Verantwortung übernommen hat. 

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg