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Nürnberger Müll-Gebühren sinken ab 2020 - und das deutlich

Steigende Bevölkerungszahl in der Stadt macht Anpassung möglich - 10.07.2019 06:00 Uhr

Müll kann teuer sein, zumindest die Entsorgung des selbigen. © Patrick Pleul/Illustration (dpa)


Das sieht die Kalkulation der Abfallgebühren ab 2020 des Abfallwirtschaftsbetriebs der Stadt Nürnberg (ASN) vor. Mit den Einnahmen aus den Müllgebühren darf die Stadt Nürnberg keinen Gewinn machen. Es dürfen nur die Kosten gedeckt werden. Damit die Müllgebühren sich nicht jährlich verändern, beträgt der Bemessungszeitrum derzeit vier Jahre. Seit 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2019 gelten die Müllgebühren unverändert. Da sich ein Überschuss beim ASN von 19 Millionen Euro angesammelt hat, können die Müllgebühren für die nächste Periode, von Januar 2020 bis Ende 2023 gesenkt werden.

Die Jahresgebühr für die 60-Liter-Tonne sinkt von 152,88 Euro auf 140,40 Euro, die 120-Liter-Tonne von 305,76 Euro auf 280,80 Euro, die 240-Liter-Tonne von 611,52 Euro auf 561,60 Euro, die 770-Liter-Tonne von 1961,96 Euro auf 1 808,80 Euro und die 1 100 Liter-Tonne von 2 802,80 Euro auf 2574 Euro.

Die Senkung wird möglich, weil die Bevölkerungszahl Nürnbergs steigt und damit auch die Einnahmen durch mehr Mülltonnen, aber die Müllmenge, die verbrannt wird, ging in den vergangenen Jahren leicht zurück. Wenn der Müllberg, der verbrannt wird, kleiner wird, dann sinken die Kosten der Müllverbrennungsanlage. Die Ausgaben für das Personal stiegen zwar, doch blieb die Entwicklung der Treibstoffpreise deutlich hinter den Kalkulationen zurück. Wie sich die Einführung der Gelben Tonne ab 2021 auswirken wird, ist noch offen.

 

André Fischer

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