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"Nie wieder Ausgrenzung": Erinnerung an "Nürnberger Rassegesetze"

Sinti und Roma erinnerten an die Schrecken und kritisierten die AfD - 16.09.2019 06:00 Uhr

Gedenken an die Verkündigung der schändlichen Rassegesetze: Oberbürgermeister Ulrich Maly legt mit Erich Schneeberger vom Landesverband der Sinti und Roma einen Kranz am Mahnmal beim Färbertor nieder.


Der Standort des schlichten rostbraunes Würfels wurde bewusst gewählt — auf der anderen Seite des Frauentorgrabens, stand früher das Haus des Kulturvereins, in dem die Nazis am 15. September 1935 die menschenverachtenden Rassegesetze gegen die Juden verkündeten. Nur wenige Monate später galten die "Nürnberger Rassegesetze" auch für Sinti und Roma.

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Bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Verkündigung der "Nürnberger Rassegesetze" betonte Oberbürgermeister Ulrich Maly in seiner Rede, dass Schätzungen zufolge rund 500.000 Sinti und Roma von den Nazis getötet worden sind. "Sie waren Opfer der systematischen Vernichtung, viele Familien wurden völlig ausgelöscht."

Besorgt über die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung zeigte sich Erich Schneeberger, Vorsitzender des Bayerischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma: "Es ist unerträglich, dass Juden ebenso wie Sinti und Roma zunehmend Anfeindungen von Rechtsextremen ausgesetzt sind." Sein Wunsch: "Nie wieder Ausgrenzung, nie wieder Verfolgung!"

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Im Gespräch mit der Redaktion kritisierte Schneeberger die Alternative für Deutschland (AfD) und ihre Hetze gegen Ausländer. Angehörige seiner Minderheit hätten es zunehmend schwer, eine Wohnung oder einen Job zu finden.

Von einer "deutliches Veränderung" der Atmosphäre im Landtag sprach die grüne Landtagsabgeordnete Verena Osgyan am Rande der Veranstaltung. Abgeordnete der AfD würden sich mit provokanten Beiträgen im Plenum melden - und immer wieder Grenzen überschreiten: "Das wird ausgetestet."

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