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"Nicht angemessen": Spitzenpolitiker gegen Urlaub im Ausland

Viele Menschen wissen nicht, ob sie verreisen sollen oder nicht - 30.07.2020 14:35 Uhr

Mit Maske und Gepäck: Ein Schlange wartender Passagiere vor dem Corona-Testzentrum  am Flughafen Frankfurt.

© Boris Roessler, dpa


Wochenlange soziale Isolation, Homeoffice, der Wegfall von Hobbies und der Möglichkeit auf Festen und in Clubs zu Feiern: Die Corona-Pandemie hat die Freizeit vieler Menschen für Monate gravierend verändert. Mit Beginn der Sommerferien zieht es jetzt viele Menschen ins Ausland, einfach raus, ans Meer oder in die Berge: Mal wieder etwas anderes sehen und dem Alltag entfliehen.

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Reisen ins Ausland: Das müssen Urlauber beachten

An deutschen Flughäfen, Autobahnraststätten und Hauptbahnhöfen können sich Reiserückkehrer auf das Coronavirus testen lassen. Für Reisende aus Risikogebieten besteht eine Testpflicht. Was ist ein Risikogebiet? Wie funktioniert das? Kostet das etwas? Wir haben alle Informationen, die Sie vor, nach und während dem Urlaub beachten müssen.


Das ist absolut verständlich, meinen die einen, schließlich haben insbesondere Eltern mit Kindern unter der Schließung der Betreuungsangebote stark gelitten. Und der fränkische See oder der Spielplatz ums Eck sind nach gut sechs Monaten vielleicht doch nicht mehr so spannend.

"Nicht angemessen"

Für "nicht angemessen" halten wiederum andere das Verreisen jenseits der Landesgrenze. Unter ihnen Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Er selbst würde dieses Jahr auch nicht für einen Urlaub das Land verlassen. "Ich mache es einfach nicht, weil es zu kompliziert und auch nicht angemessen ist", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "In solchen Zeiten kann man einfach im Land bleiben und muss nicht in der Welt herumreisen," wird der Politiker zitiert.

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist da ähnlicher Meinung. In einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie machte er deshalb vor Pfingsten schon auf die Vorteile des Heimat-Urlaubes aufmerksam. Die Hygienekonzepte versprechen laut Aiwanger einen sicheren Urlaub - trotz Overtourism an manchen bayerischen Orten. Und Horst Seehofer? Der Innenminister urlaubt seit jeher ohnehin am liebsten im Altmühltal.

Dem gegenüber stehen vom Tourismus lebende Länder, die sich über Besucher sehr freuen würden und auch überfüllte, heimische Urlaubsorte, die wenig Entspannung aufkommen lassen.

Da es innerhalb Europas keine Reisewarnungen gibt und auch die Reisewarnungen fürs die USA, Südamerika und Co. kein Verbot der Reisen bedeutet, kann jeder die Urlaubsplanung nach eigenem Gewissen selbst in die Hand nehmen und gestalten.

Dieser Artikel wurde um um 14:36 aktualisiert.

mlk

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