Dienstag, 19.11.2019

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Massive Kritik an Frankenschnellweg - Gegner fordern Neuplanung

Auch aus der Nachbarstadt Fürth kamen kritische Töne - 23.10.2019 20:25 Uhr

Die Kritik an dem Großprojekt reißt nicht ab. © Oliver Acker/www.digitale-luftbilder.de


Mit massiver Kritik an dem geplanten Ausbau des Frankenschnellwegs ist das ergänzende Erörterungsverfahren für das Millionen-Projekt gestartet. Im Laufe des ersten Verhandlungstages ist die Stadt dabei als "Vorhabensträger" mehrfach in die Defensive geraten.


Frankenschnellweg: Ist der Ausbau überhaupt noch zeitgemäß?


Verbände und private Einwender sehen massive Mängel im Verfahren, die Gegner des Projekts – sie stellten auch einen Großteil der Zuhörer – fordern einen komplett neuen Planungsprozess. Bewertungen für die Umweltverträglichkeitsstudie und das neue Verkehrsgutachten werden in Zweifel gezogen. Auch aus der Nachbarstadt Fürth kamen kritische Töne.

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Was lange währt: Wie der Frankenschnellweg zur A73 wurde

Die allerersten Überlegungen für den Bau des Frankenschnellwegs reichen zurück bis Anfang der 1920er Jahre. Doch bis die Autobahn 73 zwischen Suhl und Nürnberg durchgängig befahrbar war, sollte es noch über 80 Jahre dauern - auch, weil der Weiterbau durch Proteste und Klagen immer wieder ins Stocken geriet.


Bernd Baudler vom VCD Nürnberg sagte: "Es gibt keine Rechtfertigung für den Ausbau." Die Stadt dagegen rechtfertigte das Vorhaben. "Der ausgebaute Frankenschnellweg mit Tunnel bündelt den Verkehr und entlastet die Menschen an der Trasse und den Ausweichrouten.

Die Stadt will 100 Millionen Euro zusteuern

Im Nürnberger Stadtrat wurde derweil über die Finanzierung des riesigen Straßenprojektes diskutiert. Die Kosten steigen von Jahr zu Jahr und werden mittlerweile auf 660 Millionen Euro geschätzt. Doch mit dem Freistaat Bayern gibt es bislang keine Vereinbarung darüber, welchen Anteil dieser tatsächlich trägt.

Die Stadt selbst wolle sich mit 100 Millionen Euro beteiligen, so Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel (SPD). Alles darüber hinaus solle vom Freistaat getragen werden.

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Frankenschnellweg soll ausgebaut werden: Das sind die Pläne

"Weniger Stau, weniger Umweltbelastung und ein grüner Tunneldeckel": Mit diesen Worten wirbt die Stadt Nürnberg für den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs. In einer Ausstellung zeigen Grafiken, wie die verschiedenen Abschnitte einmal aussehen könnten. Wir haben sie in einer Bildergalerie zusammengefasst.


 

fra/sto

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